Glück geniessen – Freude teilen

Traditionell: Weisse Röckchen, Kränzchen im Haar und Bouquets in der Hand gehören einfach zum Jugendfest. (Heiner Halder)

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Traditionell: Weisse Röckchen, Kränzchen im Haar und Bouquets in der Hand gehören einfach zum Jugendfest. (Heiner Halder)

«Glück geniessen» und «Freude teilen»: Zwei Sprüche an den Girlandenbögen, welche das heimliche Jugendfest-Motto von Brunegg trefflich wiedergaben. Zwei lange Tage und zwei kurze Nächte brachten die kontinuierlich wachsende Dorfgemeinschaft zusammen. Klein, aber fein ist das Brunegger Jugendfest aber alleweil noch, und das tut seinem Charme keinen Abbruch.

Heiner Halder

Nach dem nächtlichen Auftakt am Freitag mit dem feuchtfröhlichen Zapfenstreich ging das vielfältige Programm für Jung und Alt am Samstagnachmittag bei angenehmer Temperatur in die zweite Runde.

Das Body-Soccer-Turnier brachte dann aber schon ganze Familien ins Schwitzen. Die menschlichen «Töggeli» gaben alles, sodass angesichts der mitreissenden Spiele beim zahlreichen Publikum Stimmung wie an der Europameisterschaft samt Begleitmusik aufkam. Zur Belohnung wurden Millionenlose für «Benissimo» verteilt, die Sieger mit Früchtekörben beschenkt.

Die Rangliste: 1. Marc Maler Gibser; 2. Give Me 5; 3. Los Turcos; 4. Sunshine-Kickers; 5. Reuss-Kickers: 6. Heugümper; 7. Fighter for Life: 8. FTV Brunegg; 9. Migrosbudget-Gang.

Apéro für die Neuzuzüger

Ihre neue Heimat lernten die über 40 Neuzuzüger beim Apéro von der schönsten Seite kennen, Gemeindeammann Kathrin Härdi und Schulpflege-/Jugendfest-Präsident Christoph Béchir durften mit berechtigtem Stolz behaupten: «Wir sind keine Landeier.» Der letzte fulminante Auftritt der gar schweizweit bekannten Schlossband von Heinz Binder wurde mit etwas Wehmut verfolgt, doch Alleinunterhalter Benny Müller und der Festwirt Feuerwehrverein liessen bis in die Sonntagmorgenstunden keine Wünsche offen.

Marsch durch das Dorf

Böllerschüsse, frische Luft und blauer Himmel sorgten dann aber doch dafür, dass nicht nur die Jugend, sondern auch Vereins- und Behördenmitglieder, welchen das verstärkte Jugendspiel Othmarsingen den langen Marsch durch das Dorf blies, heil über die Runden kamen. Besonderes Augenmerk verdiente dabei der Frauenturnverein, welcher mit gymnastischen Einlagen bewies, dass «die Wanderkultur auf der aufsteigenden Seite des Hype-Cycles» (AZ vom Samstag) steht beziehungsweise geht. Kunststück, leitet FTV-Präsidentin Patricia Gerwer doch die landesweit einzige Männer-Jazzgymnastik-Gruppe - in Brunegg! Gestärkt von einem weiteren Apéro, ging es beim Familiengottesdienst in der gut besetzten Turnhalle etwas ruhiger zu. Pfarrer Thomas Strehler, begleitet von Organistin Esther Urech, vermochte dem Motto «Glück geniessen, Freude teilen» weitere Aspekte abzugewinnen. Und unter diesen Leitspruch kann getrost auch das gemeinsame Mittagessen gestellt werden.

Zum Schluss ein Theater

Mit der Theateraufführung «Ich bin, wie ich bin» als Schluss- und Höhepunkt der Jugend-Festivitäten kam wieder Bewegung in die Brunegger Gemeinschaft. Die dicken Roten und die dünnen Blauen lernten sich gegenseitig so tolerieren, wie sie sind, und jedes sein Glück so geniessen, wie es ihm passt. Und auch diese Aussage, mit viel Schwung von der ganzen Schule auf die Bühne gebracht, passte nahtlos ins Jugendfest-Geschehen und dürfte nachhaltig wirken.

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