Bei der routinemässigen Kontrolle des Gepäcks eines Schweizers, der von Kuala Lumpur über Frankfurt in die Schweiz eingereist war, fielen dem Zollmitarbeiter zwei Schuhkartons auf. Als er einen dieser Kartons öffnete und nach dem Schuhsack greifen wollte, bewegte sich dieser plötzlich.

Der Schweizer, ein Schlangenliebhaber, hatte in den zwei Kartons drei lebende und giftige Grubenottern mitgeführt, wie es in der am Montag publizierten Jahresbilanz 2009 des Zollsinpsektorates heisst. Die Tiere wurden dem Grenztierarzt übergeben und der Passagier verzeigt.

Am grünen Zolldurchgang erwischten die Zöllner Ende März ein amerikanisches Ehepaar aus New York. Dieses führte im Gepäck vier Schmuckstücke im Gesamtwert von 3,6 Millionen Franken mit, die für die Uhren- und Schmuckmesse in Basel bestimmt waren. Der versuchte Schmuggel wurde mit einer hohen Busse bestraft.

Bei der Kontrolle einer Transitsendung von China nach Thessaloniki kamen einem Zollmitarbeiter Zweifel an der Echtheit von Sportschuhen auf. Eine genauere Prüfung ergab, dass es sich bei den 720 Paar Schuhen um Fälschungen handelte. Die Sendung wurde beschlagnahmt und vernichtet.

Die Betäubungsmittel-Spürhunde Ares und Eyko fanden im Oktober bei der Gepäckkontrolle sieben Kilogramm Kokain, das im Gepäck eines Fluges aus Madrid versteckt war. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr am Flughafen Zürich 308 Kilogramm Kokain sichergestellt.

Die rund 130 Mitarbeitenden des Zollinspektorates lieferten im vergangenen Jahr 627 Millionen Franken an die Bundeskasse ab, wie es in der Mitteilung heisst.