Sizilien

Gewaltige Explosion: So haben Augenzeugen den erneuten Stromboli-Ausbruch festgehalten

Explosiver Vulkan Stromboli verängstigt Touristen

Knall und Erschütterungen: Der Vulkanausbruch erschreckte Einwohner und Touristen.

Der Vulkan Stromboli in Italien ist erneut ausgebrochen. Die heftige Explosion habe sich am Mittwoch ereignet, erklärte die Feuerwehr. Es gebe bisher keine Anzeichen, dass Menschen auf der Insel nördlich von Sizilien verletzt worden seien.

Die Feuerwehr sei mit Booten und Hubschraubern im Einsatz, um Brände zu löschen, hiess es weiter. Nach Angaben italienischer Medien versammelten sich verschreckte Touristen auf zentralen Plätzen, viele würden die kleine Insel verlassen. 

Der Stromboli bildet eine kleine Insel vor der Nordküste Siziliens und ist einer der aktivsten Vulkane der Welt. Auf der Insel wohnen nur wenige Hundert Menschen, doch zur Hochsaison im Sommer kommen zahlreiche Touristen. Anfang Juli hatte es mehrere starke Explosionen an dem Vulkan gegeben. Ein Mensch war gestorben. Touristen gerieten in Panik.

"Die Lage ist unter Kontrolle, und zum Glück gibt es keine Opfer oder Schäden", sagte der Bürgermeister der Gemeinde Lipari, zu der Stromboli gehört, Marco Giorgianni. "Es war eine sehr starke Explosion und natürlich sind Touristen verschreckt." Freiwillige Helfer seien aber dabei, die Menschen zu beruhigen.

Bereits im Juli ist der Stromboli ausgebrochen:

Vulkan Stromboli ausgebrochen

3. Juli 2019: Ein heftiger Ausbruch des Vulkans Stromboli in Italien hat einen Menschen das Leben gekostet. Touristen und Einwohner wurden in Angst und Schrecken versetzt.

Seit mehr als 2000 Jahren gerät das Gestein unter dem Liparischen Archipel, zu dem Stromboli gehört, in regelmässigen Abständen in Bewegung. Kleinere Eruptionen gibt es auf der süditalienischen Insel im Rhythmus von etwa zehn Minuten. Sie sind aber meist nicht wuchtig.

Ein grosser Ausbruch ereignete sich im Dezember 2002. Damals rutschte ein Felshang vom Kegel des Hauptkraters ins Meer und löste eine bis zu zehn Meter hohe Flutwelle aus. Wie durch ein Wunder wurden dabei nur wenige Menschen verletzt. Auch 2007 gab es einen grossen Ausbruch.

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