Protestaktion
Gestürmtes Greenpeace-Schiff mit Schweizer ist in Russland angekommen

Das von russischen Sicherheitskräften erstürmte Greenpeace-Schiff "Arctic Sunrise" ist am Dienstag in Murmansk eingetroffen. Mit an Bord ist auch ein Schweizer, der mit seinem Zivildienst-Pulli beim Bund für Irritationen sorgte.

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Das Greenpeace-Schiff Arctic Sunrise ist in Murmansk angekommen.

Das Greenpeace-Schiff Arctic Sunrise ist in Murmansk angekommen.

Keystone

In einer von der Umweltschutzorganisation auf Twitter verbreiteten Mitteilung hiess es, der Eisbrecher sei angekommen.

Ein beigefügtes Foto zeigte, wie die russische Küstenwache die "Arctic Sunrise" in den Hafen schleppte. An Bord des Greenpeace-Schiffs wurden 30 Umweltschützer, unter ihnen vier Russen, festgehalten. Ihnen drohen Ermittlungen wegen Piraterie und Haftstrafen von bis zu 15 Jahren.

Die "Arctic Sunrise" war am Donnerstag gestürmt worden. Gemäss Greenpeace seilten sich dabei mit Maschinenpistolen bewaffnete Männer des russischen Inlandsgeheimdiensts von einem Helikopter ab.

Zuvor waren bereits zwei Aktivisten - darunter ein Schweizer - festgenommen worden, weil sie eine Ölplattform besetzen wollten. Die Umweltschützer protestieren in der Region gegen die geplante Ölforderung des russischen Konzerns Gazprom in der Arktis.

Gazprom betrachtet das Priraslomnoje-Ölfeld als wichtigen Baustein seiner Geschäftsstrategie. In den drei Naturschutzgebieten der Region leben gemäss Greenpeace Eisbären, Walrosse und seltene Meeresvögel.

Russische und ausländische Umweltschützer werfen dem Staatskonzern und anderen Energieriesen seit langem vor, ökologische Risiken bei der Suche nach neuen Förderquellen zu ignorieren.

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