Menschenrechte

Gerichtshof fordert von Moskau Stellungnahme zu MH17-Abschuss

Der niederländische Aussenminister Stef Blok hat Ende März an der Gedenkstätte für die 298 Opfer des MH17-Absturzes in Canberra einen Kranz niedergelegt. (Archivbild)

Der niederländische Aussenminister Stef Blok hat Ende März an der Gedenkstätte für die 298 Opfer des MH17-Absturzes in Canberra einen Kranz niedergelegt. (Archivbild)

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat von Russland Informationen zum Abschuss der Maschine auf dem Flug MH17 gefordert. Die Beschwerden von 380 Angehörigen der Opfer seien den russischen Behörden übermittelt worden, teilte das Gericht am Donnerstag mit.

Bei dem Abschuss im Juli 2014 über der umkämpften Ostukraine waren 298 Menschen getötet worden. Die meisten Opfer waren Niederländer. Die Niederlande und Australien sowie andere Länder machen Russland für das Unglück verantwortlich.

Die strafrechtlichen Ermittlungen hatten ergeben, dass die Maschine mit einer Luftabwehrrakete vom Typ Buk abgeschossen worden war. Diese war von Russland in die Ostukraine gebracht worden. Russland hat bislang jegliche Verantwortung für den Abschuss der Maschine zurückgewiesen.

Die Beschwerdeführer aus Deutschland, Australien, den Niederlanden, den USA und anderen Ländern werfen Russland unter anderem einen Verstoss gegen das Recht auf Leben vor. Ausserdem hätten die russischen Behörden nicht genügend an der Aufklärung des Falles mitgewirkt. Wann eine Entscheidung in dem Fall kommt, ist unklar. Nicht selten dauern Prozesse vor dem Gerichtshof mehrere Jahre.

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