Kuala Lumpur
Geplatzter Reifen zwingt Malaysia-Airlines-Flugzeug zur Notlandung

Eine Passagiermaschine von Malaysia Airlines hat wegen eines geplatzten Reifens eine Notlandung vollzogen. Die Boeing 737 mit 166 Menschen an Bord kehrte kurz nach dem Start nach Kuala Lumpur zurück.

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Das Flugzeug der Malaysia Airlines nach ihrer Rückkehr auf den Flughafen von Kuala Lumpur.

Das Flugzeug der Malaysia Airlines nach ihrer Rückkehr auf den Flughafen von Kuala Lumpur.

Keystone

Dort sei das Flugzeug sicher gelandet, wie die Fluggesellschaft am Montag (Ortszeit) mitteilte.. Malaysia Airlines steht in der Kritik, seitdem Anfang März ihr Flug MH370 spurlos verschwand.

Nach Angaben von Malaysia Airlines war bei dem Start von Flug MH192 in der malaysischen Hauptstadt in Richtung der indischen Stadt Bangalore ein Reifen geplatzt. Auf der Startbahn seien anschliessend Reifenstücke gefunden worden, woraufhin beschlossen worden sei, das Flugzeug zurückzuholen.

Fast vier Stunden nach dem Start sei das Flugzeug wieder sicher auf dem Flughafen von Kuala Lumpur gelandet. "Alle 159 Passagiere und sieben Besatzungsmitglieder sind aus dem Flugzeug ausgestiegen", hiess es.

Besorgte Passagiere

Malaysische Medien berichteten, die Passagiere hätten sehr besorgt reagiert, als sie von den Problemen erfuhren. Viele beteten und einigen hätten geweint, sagte ein niederländischer Passagier einer örtlichen Zeitung.

Die Maschine kreiste lange vor der Landung, um Treibstoff zu verbrennen. Dies ist eine übliche Praxis in einer derartigen Situation, um das Flugzeug bei der Landung leichter zu machen und die Gefahr eines Brandes zu verringern.

Malaysias Verkehrsminister Hishamuddin Hussein schrieb auf dem Kurzbotschaftendienst Twitter: "Sie sind sicher gelandet - Gott sei Dank". Die Fluggesellschaft teilte mit, die Passagiere würden in Kuala Lumpur in Hotels untergebracht.

Am Montagnachmittag werde der Flug nach Bangalore nachgeholt. Malaysia Airlines hatte bei der Sicherheit stets einen guten Ruf - bis ihr Flug MH370 am 8. März auf dem Weg nach China aus bislang ungeklärten Gründen von den Radarschirmen verschwand.

MH370 bleibt verschollen

Noch immer fehlt von dem Flugzeug, das 239 Menschen an Bord hatte, jede Spur. Seit Wochen suchen Experten mit Spezialausrüstung im südlichen Indischen Ozean nach dem dort vermuteten Wrack.

An Bord der Unglücksmaschine waren vor allem Chinesen. Deren Angehörige haben der malaysischen Regierung und der Fluggesellschaft vorgeworfen, bei der Aufklärung des Unglücks nur schleppend voranzukommen und die Betroffenen nicht vollständig zu informieren.