"Der Ausbruch ist, zumindest vorübergehend, beendet", sagte der isländische Geophysiker Magnus Gudmundsson am Sonntag. Ob dies aber auch das Ende der Aktivität des Vulkans bedeute, könne noch nicht bestimmt werden.

Seit Sonntagmorgen habe der Krater kein Magma mehr, sondern nur noch Dampf gespuckt, sagte der Geophysiker von der Isländischen Universität der Nachrichtenagentur AFP in Reykjavik. Frühestens in einem Jahr aber stehe fest, ob der aktuelle Ausbruch vorbei sei.

Gudmundsson verwies darauf, dass der Vulkan Eyjafjalla bei seinem Ausbruch vor knapp 200 Jahren 13 Monate lang aktiv gewesen sei. Nach dem jüngsten Ausbruch am 14. April hatte der Vulkan vor gut einer Woche einen dritten Höhepunkt seiner Aktivität gezeigt, war seitdem aber deutlich stiller geworden.

Bekannt wurde der Gletschervulkan in Island, weil seine über Europa und den Atlantik hinwegziehende Asche die Schliessung von hunderten Flughäfen und die Streichung von mehr als 100'000 Flügen auslöste. Mitte April führte dies zu einem beispiellosen Chaos.

Mehr als acht Millionen Reisende sassen zum Teil tagelang auf europäischen Flughäfen fest. Seither kam es immer wieder zu Teilsperrungen des Luftraums in einigen Regionen Europas.