Bergdietikon

Gemeinderat in Bergdietikon setzt auf Solarstrom

Bergdietikon setzt auf die Energie der Sonne.

Bergdietikon setzt auf die Energie der Sonne.

Bergdietikon Der Gemeinderat will zwei eigene Photovoltaikanlagen installieren. Damit will die Gemeinde konkret etwas für die Umwelt tun. Das bringe mehr als Energielabels, sagt Gemeindeammann Gerhart Isler.

Drei Gründe gebe es dafür, dass der Bergdietiker Gemeinderat sich entschieden habe, zwei eigene Photovoltaikanlagen erstellen zu lassen, sagt Gemeindeammann Gerhart Isler. Erstens gehe es um die Signalwirkung: «Wir wollen der Bevölkerung beweisen, dass es uns ernst ist mit Ökologie und Alternativenergie», so Isler. Zweitens wolle man auch selber Erfahrungen mit der Erzeugung von Solarstrom sammeln – Erfahrungen, von denen danach auch die Bevölkerung profitieren könne. Und drittens habe man sich entschieden, aktiv zu werden und ganz konkret etwas für die Umwelt zu tun.

Kostenpunkt: 235000 Franken

Er sei verschiedentlich darauf angesprochen worden, sagt Isler, ob sich Bergdietikon nicht mit einem Energielabel zertifizieren lassen wolle. Doch Isler ist kein grosser Fan der Labels: «Das kostet viel und bringt wenig.» Lieber wolle man mit gutem Beispiel vorangehen und als Gemeinde selber ausprobieren, was man mit der Eigenproduktion von Alternativenergie erreichen könne, so Isler.

Konkret heisst dies: Auf dem Dach des Gemeindehauses und des Schulhauses soll je eine Photovoltaikanlage installiert werden. Die Kosten dafür belaufen sich auf insgesamt 235000 Franken, wovon der Grossteil, nämlich 204000 Franken für die Anlage auf dem Schulhaus aufgewendet werden soll. Die kleinere Anlage auf dem Gemeindehaus kostet voraussichtlich 31000 Franken. Das letzte Wort zum Kredit haben jedoch die Stimmberechtigten der Gemeindeversammlung vom 28. November.

Sagt die Gemeindeversammlung Ja zum Kredit, sollen die Anlagen bereits im kommenden Jahr installiert werden. Wie eine externe Firma berechnet hat, würden sie pro Jahr insgesamt etwa 68500 Kilowattstunden Energie liefern, womit sich der Strombedarf von 15 Einfamilienhäusern decken liesse. Gerechnet wird mit einem Verbrauch von 4500 Kilowattstunden pro Haushalt.

Ertrag soll im dritten Jahr steigen

Die Gemeinde erwartet, dass die Anlage auf dem Dach des Schulhauses 1 in den ersten beiden Betriebsjahren einen jährlichen Ertrag von rund 5200 Franken erwirtschaftet, während die Anlage auf dem Gemeindehaus rund 800 Franken einbringen soll. Mit der kostendeckenden Einspeisevergütung, die man ab dem dritten Betriebsjahr erwartet, würden sich die Erträge aus den Anlagen dann aber markant steigern: So geht die Gemeinde dann von jährlichen Einnahmen von knapp 26000 Franken aus. Die Anlage soll bei minimalem Wartungsaufwand mindestens 30 Jahre lang Strom liefern.

Gemeindeversammlung: Montag, 28.11., 20 Uhr, Turnhalle Schulhaus 1.

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