Gemeinde erschliesst «Breite»

Verabschiedung: Gemeindeammann Brunette Lüscher dankt dem ehemaligen Gemeindeschreiber und Leiter der Einwohnerkontrolle, Robert Kaiser, für seinen grossen Einsatz. Ende Mai war er in Pension gegangen. (ach)

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Verabschiedung: Gemeindeammann Brunette Lüscher dankt dem ehemaligen Gemeindeschreiber und Leiter der Einwohnerkontrolle, Robert Kaiser, für seinen grossen Einsatz. Ende Mai war er in Pension gegangen. (ach)

Ursprünglich wollte ein privater Investor die Erschliessungsanlagen in der «Breite» bauen. Weil sich aber die Planung für Hochbauten verzögerte, ging im Tiefbau nichts voran.

Peter Rombach

«Wir haben uns entschlossen, das Projekt selbst durchzuziehen», bestätigte Gemeinderat Ruedi Hertrich am Freitagabend an der Versammlung der Einwohnergemeinde. Im Juni vor einem Jahr stimmte bereits der Aargauer Regierungsrat dem Erschliessungsplan «Breite» zu, der das noch unbebaute Land zwischen Bach- und Kreuzweg umfasst. Im September 2008 hatte der Gemeinderat dem privaten Investor die Baubewilligung für die Erschliessungsanlagen erteilt. Vergeblich.

Zwischenzeitlich ergaben sich Verzögerungen im Bereich der Hochbauplanung, was den Gemeinderat zum Handeln veranlasste, weil er mit generell tieferen Preisen im Bausektor rechnet. Insofern verzichtete er auf eine private Vorfinanzierung und beantragte einen Kredit über rund 1,14 Millionen Franken, welcher von der Einwohnergemeinde auch mit grossem Mehr genehmigt wurde.

Für Strassenbau und -entwässerung sind 215 000 Franken vorgesehen, für Fusswege etwa 130 000, für die neue Bachbrücke, inklusive des Abbruchs der bestehenden, rund 473 000 Franken. Die Wassererschliessung kostet voraussichtlich 87 000 Franken, der Abwasserkanalbau (Trennsystem) rund 188 000 Franken. Für einen Wendehammer sind 27 000 Franken budgetiert und für die Instandstellung des Vorplatzes Mühlematt nochmals 25 000 Franken.

Dank an Robert Kaiser

Die Einwohnergemeinde bot den idealen Rahmen, um dem langjährigen Gemeindeschreiber und Leiter der Einwohnerkontrolle, Robert Kaiser, offiziell für sein Engagement in Diensten der Gemeinde zu danken. Gemeindeammann Brunette Lüscher sprach von einem «stets loyalen Mitarbeiter», der auch unpopuläre Entscheidungen vertreten habe. Er sei Anlaufstelle für viele Ratsuchende gewesen, schliesslich kenne er die Gemeinde wie kaum ein anderer. Als ehemaliger Zivilstandsbeamter hätten traurige wie fröhliche Angelegenheiten zum Geschäft gehört. In seiner Dankesrede bat er die Versammelten, Magden treu zu bleiben, sich stets mit Anstand zu begegnen. Und noch einen Rat gab er mit auf den Weg: «Kritisch sein, aber nicht vernichtend kritisieren.»

Mit Blick auf die Seniorenkommission kündigte Gemeinderat Urs Manser an, dass Briefe mit der Bitte um Mithilfe unterwegs seien. «Wir wollen wissen, was für die Senioren im Dorf wichtig ist und was ihnen an Magden besonders gefällt.» Als alarmierend empfand es Manser, dass in den vergangenen fünf Jahren 112 Senioren fortgezogen seien.

Für den 16. Oktober plant er ein Seniorentreffen, um die Chancen einer aktiven Mitwirkung zu prüfen.

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