Drohung

Geld oder Fotos! Freier werden in anonymen Briefen erpresst

Erpresste Freier

Erpresste Freier

Selbst ernannte “Moralisten“ sorgen für Aufsehen. Angeblich fotografierten sie Bordellbesucher und drohen nun mit der Veröffentlichung dieser Bilder.

Dutzende Freier verschiedener Sexclubs haben anonyme Briefe erhalten. Die Drohung: Entweder sie zahlen 2000 Franken oder eindeutige Bilder würden veröffentlicht.

Die selbsternannten Moralisten erpressen Dutzende Puff-Gänger, wie «TeleZüri» und «TeleM1» berichten. In einem Brief heisst es: 

«Wir wissen, mit wem du wie lange für wieviel was gemacht hast. Aber dies weisst du ja auch! Wir hoffen, du leidest nicht an Gedächtnisschwund, sonst können wir deinem Gedächtnis mit ein paar Fotos nachhelfen.» 

Die Briefverfasser geben dem Empfänger fünf Tage Zeit, 1999 Franken per Internetwährung Bitcoins zu überweisen. 

Betroffen ist unter anderem der Sexclub Globe in Schwerzenbach ZH. Beim Geschäftsführer Fritz Müller haben sich rund 50 Personen gemeldet. Es halte sich aber um eine leere Drohung, meint er gegenüber «TeleZüri». Im Club könnten keine Fotos gemacht werden, Handys seien nicht zugelassen.

Die Adressen der Kunden wurden wohl über die Autonummern ausfindig gemacht.

Das Motiv sei klar: Geld. Wer hinter den Briefen steckt, steht für allerdings noch nicht fest. Müller vermutet eine Gruppierung oder auch die Konkurrenz.

Der Sexclub hat Anzeige erstattet. Offenbar liegen schon konkrete Hinweise auf die Verfasser vor.

Auch im Raum Aarau sollen Kunden eines Sexclubs erpresst worden sein. Der Betreiber will sich vor der Kamera nicht äussern.

Von Drohbriefen an die Kunden hat man im Erotiktempel Freubad in Recherswil SO keine Kenntnis. (ldu)

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