Bundesstrafgericht

Gehilfen der Zigaretten-Mafia sollen ins Zuchthaus

Schmuggel-Helfer sollen ins Zuchthaus

Schmuggel-Helfer sollen ins Zuchthaus

Die Bundesanwaltschaft hat für die Gehilfen der Zigaretten-Mafia Freiheitsstrafen von bis zu 4,5 Jahren beantragt. Dazu sollen die beschlagnahmten Vermögenswerte einbezogen werden. Es handelt sich um Beträge im zweistelligen Millionenbereich.

Nebst den Freiheitsstrafen sollen die neun Angeklagten im Alter von 56 bis 73 Jahren auch noch zu einer Geldbusse verurteilt werden. Deren Höhe soll das Bundesstrafgericht festlegen.

Dies forderten die Bundesstaatsanwälte Adrian Ettwein, Stefan Lenz und Lienhard Ochsner in ihrem zwölfstündigen Plädoyer. Sie bezeichneten die Schuld der Angeklagten als schwer wiegend.

Die Angeklagten (vier Schweizer, drei Italiener, ein Spanier, ein Franzose) sollen der Mafia logistische Hilfe beim Ankauf, dem Transport und der Lagerung der Zigaretten geleistet haben. Sie seien zwischen 1994 und 2001 in den Schmuggel von insgesamt 215 Millionen Stangen Zigaretten involviert gewesen, behaupten die Ermittler.

Eine Hauptrolle soll ein heute 73-jähriger Tessiner gespielt haben, der eine Wechselstube in Lugano führte. Von 1994 bis 2001 habe der Angeklagte Bargeld in der Höhe von über einer Milliarde Franken entgegen genommen und in das hiesige Bankensystem eingeschleust. Einen Geldwäscherei-Fall von dieser Dimension habe es in der Schweiz noch nie gegeben.

Die Vorwürfe werden von den Angeklagten bestritten. Ihre Verteidiger haben nun das Wort. Der Prozess ist noch bis auf den 19. Juni angesetzt. Wann das Urteil eröffnet wird, steht noch nicht fest.

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