Unfälle

Gegen 70 Rega-Einsätze - Ehepaar von Kuhherde angegriffen

Nur selten sind Kühe angriffig (Symbolbilder)

Nur selten sind Kühe angriffig (Symbolbilder)

Die Rega musste am Wochenende rund 70 Mal ausrücken: zu Verkehrs- und Freizeitsport-Unfällen, wie die Rettungsflugwacht mitteilte. Auf dem Reculet im grenznahen französischen Jura musste sie ein Ehepaar retten, das von einer Kuhherde angegriffen worden war.

Die Frau war von den Tieren im Gesicht verletzt worden und halb bewusstlos, als die Rega eintraf. Rund ein Dutzend Tiere hatte das Ehepaar eingekreist. Beim Eintreffen der Rega standen die vordersten Kühe mit gesenkten Hörnern nur wenige Zentimeter vom am Boden liegenden Ehepaar entfernt, wie die Genfer Rega-Basis am Abend mitteilte.

Erst der Helikopterlärm vertrieb die Tiere. Die Frau musste hospitalisiert werden, ist laut Rega aber nicht in Lebensgefahr. Was genau sich vor dem Eintreffen der Retter ereignet hatte, konnte die Rega nicht sagen.

Die in Zürich-Kloten stationierte Rega wurde ihrerseits zu mehreren Bergunfällen gerufen. Am Freitag wurden drei Seilschaften vom Biancograt herabgeholt, der auf den Piz Bernina führt. Auch am Samstag und Sonntag alarmierten mehrere Personen aus den unterschiedlichsten Bergregionen die Rega, weil sie blockiert waren oder sich verletzt hatten.

Am Niederhorn in der Nähe von Beatenberg BE war am Sonntag ein Wanderer so schwer gestürzt, dass er nicht mehr aus eigener Kraft weiter konnte. Da der Mann in unwegsamem und steilem Gelände lag und eine Tanne die Sicht auf ihn verdeckte, gestaltete sich die Rettung langwierig und schwierig. Die Rega musste zur Unterstützung einen Rettungsspezialisten des Schweizer Alpen-Clubs beiziehen.

Die weiteren Rega-Einsätze betrafen Gleitschirm- und Verkehrsunfälle.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1