Gefährliche Spritztouren in der Dominikanischen Republik

Hätte mir jemand vor einem halben Jahr einmal gesagt, was in einem einzigen Jahr alles an Unfällen passieren kann, ich hätte ihm nicht geglaubt. Vielleicht lieg es daran, dass die meisten in der dominikanischen Republik nicht richtig Autofahren können. Fast kinderleicht ist es hier den Führerschein zu machen oder man fährt gleich ohne Lizenz in der Gegend rum.

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Tanja Enseroth
So wollte ich mich gestern Abend schon vor meinen Laptop setzen um an meinem Bericht zu arbeiten - die Semana Santa habe jetzt begonnen, was eine Woche Ferien bedeutet, alles sei ruhig und nichts Spannendes in der Luft - alles plötzlich das Telefon klingelte. Ob ich schon etwas von nächtlichem Unfall einiger Jugendlichen aus meiner Schule wisse? Da dies nicht der Fall war, fing ich sogleich an, alle meine Freunde anzurufen, um möglichst schnell an Informationen zu kommen.
Gleich beim zweiten Anruf wurde ich dann auch schon fündig; man erzählte mir, fünf Jugendliche aus meiner Schule (Educare) - darunter der beste Freund meiner Schwester - seien gestern Nacht mit einem anderen Wagen zusammengestossen. Auf dem Nachhauseweg von Santiago, in der gleichen Kurve, in der auch mein Gastbruder Juan ums Leben kam.
Mit meiner Schwester, der ich die traurige Nachricht natürlich zugleich mitteilte, fuhren wir dann auch direkt ins Krankenhaus, um die Verletzten zu besuchen.

Tanja Enseroth

Tanja Enseroth, (17), aus Wölflinswil besucht das Gymnasium in Muttenz BL. Seit Ende August verbringt sie ein Austauschjahr in der Dominikanischen Republik. Sie berichtet jede Woche, was sie in der Karibik erlebt.

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