Risikowahrnehmung

Gefahren des Wintersports werden häufig unterschätzt

Wird von Wintersportlern oft unterschätzt: Gefahr eines Selbstunfalls (Archiv)

Wird von Wintersportlern oft unterschätzt: Gefahr eines Selbstunfalls (Archiv)

Viele Skifahrer und Snowboarder unterschätzen die Gefahren ihres Sports. Dies belegt die erste Bâloise-Sicherheitsstudie zur Risikowahrnehmung im alpinen Schneesport in der Schweiz, die am Donnerstag veröffentlicht wurde.

Knapp zwei Drittel der Befragten rechnen mit häufigen Unfällen bei unübersichtlichen Stellen und schlechten Wetterbedingungen. In Wirklichkeitet ereignen sich die meisten Unfälle jedoch auf leichten bis mittelschweren Pisten, bei guten Verhältnissen und ohne Fremdeinwirkung.

Wissenslücken offenbarten laut Bâloise vor allem weniger routinierte Schneesportler. Kollisionen mit Personen, schwierige Pistenverhältnisse und schlechtes Wetter würden als Ursache von Unfällen deutlich überbewertet.

Andererseits werde die Gefahr eines Selbstunfalls unterschätzt. Analysen der Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu) hätten ergeben, dass sich 93 Prozent der Schneesportler ohne Fremdeinwirkung verletzten. In der Bâloise-Studie rechneten aber nur 60 Prozent der Befragten mit einem Selbstunfall.

Die Sicherheitsstudie wurde im Auftrag der Bâloise vom I-Lab der ETH Zürich und der Universität St. Gallen zwischen August und November 2009 in Deutschland, Österreich, Luxemburg, Kroatien und der Schweiz bei über 16-Jährigen durchgeführt. In der Schweiz nahmen 1018 alpine Schneesportler teil. Die Resultate aus den anderen Ländern sind mit denen aus der Schweiz vergleichbar.

Meistgesehen

Artboard 1