Weltmeisterschaft
Gedämpftes WM-Fieber am Arbeitsplatz

ABB Lenzburg, Alu Menziken, Kantonsschule Aarau: Wer die WM mitverfolgen will, muss dies in der Freizeit tun. Aber es gibt auch Ausnahmen.

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Gedämpftes WM-Fieber am Arbeitsplatz

Gedämpftes WM-Fieber am Arbeitsplatz

Michael Hugentobler

Heute Mittwoch um 16 Uhr findet das erste Schweizer WM-Spiel statt. Am Schweizer Fernsehen ist den ganzen Nachmittag Fussball angesagt. Im Internet können sich Interessierte via Live-Ticker informieren. Wer die Spiele jedoch ungestört mitverfolgen will, tut gut daran, einen Ferientag zu opfern.

«Die Eigenverantwortung der Mitarbeiter steht im Vordergrund», sagt Lukas Inderfurth, Pressesprecher von ABB Schweiz in Lenzburg. Die Mitarbeiter gehen früher nach Hause oder planen ihre Pausen so, dass sie Teile der Spiele am Computer mitverfolgen können. «Die Arbeit steht jedoch im Vordergrund», sagt Inderfurth. Auch bei der Alu Menziken sind keine internen WM-Übertragungen geplant.

Fussball WM in der Mensa

«Das Thema könnte an der nächsten Schulleitungssitzung diskutiert werden», sagt Daniel Frank, Prorektor der Neuen Kantonsschule Aarau. Während der Europameisterschaft 2008 gab es in der Mensa einen Fernseher. Dieses Jahr ist nichts Derartiges geplant.

Ebenso an der Alten Kantonsschule in Aarau: Die Schüler können Absenzpunkte einsetzen, um an den wichtigsten Spielen freizunehmen. «Erfahrungsgemäss gibt es während solcher Anlässe keine Probleme mit überdurchschnittlich vielen Absenzen», sagt Daniel Frank.

Kreative Lösung gesucht

Eine originelle Einstellung zum Fussballfieber hat die Aargauische Kantonalbank in Aarau. Dort wurde in der Eingangshalle ein Fernseher installiert, über den sich Kunden und Mitarbeiter über die WM auf dem Laufenden halten können. Es gibt sogar einen WM-Stuhl in Form eines Fussballs, in dem man sich entspannen kann.

Noch einen Schritt weiter geht das Temporärbüro KMU Personal AG in Aarau. Die Geschäftsleitung schaffte einen speziellen Stecker an, damit im Büro ohne Kabelanschluss TV geschaut werden kann. «Aber der Arbeitsalltag wird während des Matches selbstverständlich trotzdem aufrechterhalten», heisst es dort auf Anfrage der AZ.

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