Geburtshelferkröte
Geburtshilfe für die Geburtshelferkröte

Der Verein Dreiklang will im Gebiet des Juraparks der Geburtshelferkröte gewissermassen «Geburtshilfe» leisten. Im Gebiet des Militärschiessplatzes Leumli in Linn sind bauliche Massnahmen geplant.

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Louis Probst

Als Teilprojekte des Juraparks Aargau sollen, wie der Verein Dreiklang betont, «seltene Arten des Aargauer Juras durch Aufwertungsmassnahmen ihrer Lebensräume gefördert» werden.

Zu diesen seltenen Arten gehört auch die Geburtshelferkröte. Gemäss der Roten Liste ist diese Amphibienart stark gefährdet. Mit baulichen Massnahmen soll jetzt der Geburtshelferkröte auf die Beine geholfen werden.

Vernetzung der Lebensräume

«Vorkommen der Geburtshelferkröte sind im Sägimülitäli im Gemeindegebiet von Linn seit langem bekannt», stellt der Verein Dreiklang fest. «Ein weiterer Standort dieser seltenen Amphibien befindet sich an der Sissle im Gebiet des Ibergs.»

Durch die Anlage mehrerer Laichgewässer soll jetzt eine Vernetzung zwischen diesen beiden Standorten erreicht werden. Mit Einverständnis des Grundeigentümers, der Armasuisse, wird im Bereich der militärischen Schiessanlage eine bestehende kleine Mulde in einen Tümpel mit einer Fläche von rund 50 Quadratmetern verwandelt.

Kosten: 20000 Franken

Der Tümpel, der eine Tiefe von einem Meter aufweist, wird mit Wasser gespeist, das heute durch eine Drainageleitung wegfliesst. Rund um das neue Amphibiengewässer werden mittels Ast- und Steinhaufen zudem Land-Lebensräume geschaffen. Massnahmen sind zudem etwas weiter westlich geplant. Auch hier soll eine bestehende Vertiefung genutzt und mit Wasser gespeist werden, das heute unter der Strasse hindurch abgeleitet wird.

Die Kosten von rund 20000 Franken für die Massnahmen zur Förderung der Geburtshelferkröte übernimmt der Verein Dreiklang. Unterhalt und Pflege der Tümpel erfolgen im Rahmen der Pflegeeinsätze der Armee.

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