bär
Furrer plant Start auf Filmtage

Nur eine Woche lang war der stattliche «Bären» an der Baselstrasse über die die Filmtage 2006 ein Hotel gewesen. Nun wird das Haus wieder eines. Und zwar unter den Fittichen der Hotel an der Aare AG, geführt von «Aaregarten»-Wirt Roland Furrrer.

Drucken
Teilen
Solo

Solo

Solothurner Zeitung

Wolfgang Wagmann

«Es wird ein Chrampf, zumal noch die Festtage dazwischen liegen. Aber wir werden es schaffen», ist Roland Furrer überzeugt, einige Tage vor dem Filmtagestart am 21. Januar das Hotel Bären eröffnen zu können. Immerhin sei bereits einiges parallel schon aufgegleist worden, ehe der Mietvertrag mit Besitzer Eugen Hänggi nun zustande gekommen ist. «Wir versprechen uns einige Synergien mit dem neuen Betrieb», hofft Furrer als Betreiber des Hotels an der Aare. Gleich sieht dies Josef Zimmermann, Verwaltungsratspräsident der Hotel an der Aare AG, die 20000 Franken als Gründungskapital für eine neue GmbH als Betreibergesellschaft des «Bären» beigesteuert hat.

Hotel garni mit 24 Zimmern

Was Furrer sicher vom damaligen Umbau übernehmen kann, sind die 24 Zimmer, die allerdings nicht mehr als Hotelunterkunft eingerichtet sind. So muss neu neben «etwas IT-Infrastruktur» auch «besseres und schöneres Mobiliar» beschafft werden; auf der Personalsuche ist man bereits seit einer Woche. Eingerichtet sind jedoch sämtliche Zimmer mit einer Nasszelle, auch Internet-Anschluss und Fernseher werden zum Standard des Hauses gehören, das Roland Furrer «zwischen einem 2- und 3-Stern-Level» einordnet.

«Als einziges Hotel der Stadt verfügt der neue Betrieb über genügend eigene Parkplätze», sieht Furrer für den «Bären» in den 23 vorhandenen Parkfeldern einen grossen Standortvorteil. Dazu kommen die Invalidengängigkeit des Hauses - ein Lift ist vorhanden - sowie grosszügig bemessene Zimmer unter dem Dach für Familien oder auch für Longstay-Aufenthalte. Das neue Hotel Bären will Roland Furrer jedoch jedoch als separates Hotel garni und nicht als Dependance des erfolgreichen Hotels an der Aare führen. Dazu seien die beiden Betriebe doch zu unterschiedlich positioniert und das neue Hotel zu weit vom Alten Spital entfernt. Auch seien im «Bären» beispielsweise die Check-in-Zeiten beschränkt. Eine eigentliche Restauration ist an der Baselstrasse nicht vorgesehen, zum Angebot gehört jedoch ein Frühstück. Und Zimmerreservationen können separat im Hotel an der Aare wie im «Bären» vorgenommen werden.

Intakte Marktchancen

Roland Furrer, der seit Jahrzehnten erfolgreich in der Solothurner Gastro-Szene arbeitet, schätzt die Marktchancen des neuen Hotels als durchaus intakt ein - auch im derzeit eher schwierigen Umfeld. Von der Krise sei nämlich die Solothurner Hotellerie «unterdurchschnittlich betroffen», zeichnet Furrer ein nicht allzu pessimistisches Bild der Situation.

In Solothurn bestehe vor allem ein grosses Angebot an Zimmern in der mittleren Preislage. Dagegen seien günstige Zimmer mit einem guten Preis-Leitungsverhältnis eher seltener zu finden und deshalb auch gesucht. Auch die Lage etwas ausserhalb des Stadtzentrums schätzt der Hotelier nicht als gravierendes Handicap ein - verfügt doch der «Bären» an der Baselstrasse sogar über öV-Anschluss: Die Haltestelle St. Katharinen des «Bipperlisis» liegt in unmittelbarer Nähe.

Aktuelle Nachrichten