Dietikon
Für entspannteres Entsorgen

Mehr Platz fürs Entsorgen, weniger Aggressivität bei der Besucherschaft: Die vor kurzem beendete Umgestaltung der Hauptsammelstelle Zelgli in Dietikon bringt sowohl den Nutzern als auch den Betreibern entscheidende Vorteile.

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Abfall

Abfall

Limmattaler Zeitung

Matthias Kessler

Illegale Entsorgung und durch (Park-)Platzprobleme hervorgerufene Aggressivität seitens der Nutzerschaft - diese zwei Probleme beschäftigten den Dietiker Stadtrat und den städtischen Werkhof als Betreiber der Abfallsammelstelle Zelgli in den letzten Jahren.

Mit der Umgestaltung der Hauptsammelstelle - vor kurzem wurden die letzten Container aufgestellt - konnte zumindest bei einem dieser Probleme Abhilfe geschafft werden. War die Zufahrt früher gleich auch die Ausfahrt, standen bis vor kurzem zu wenige Parkplätze zur Verfügung, was zu Stosszeiten, insbesondere samstags, zu Ungeduld und Wut bei einigen Besuchern führte, gilt heute ein neues Verkehrsregime: Im Einbahnverkehr werden die Nutzer nach der Entsorgung hinter den Containern hindurch zurück auf die Oberdorfstrasse geführt. Auch stehen nicht nur zusätzliche Container, sondern mehr Parkplätze zur Verfügung.

Matratzen in der Metall-Mulde

Es sei vorgekommen, dass die Nutzer ihren Frust an den Werkhof-Angestellten ausgelassen hätten, erklärte Werkvorstand Jean-Pierre Balbiani an der Medienorientierung gestern Mittwoch. Hier habe es, fügte Werkhofleiter Lorenz Fränzl an, seit der Eröffnung vor einigen Monaten Verbesserungen gegeben.

Info

100 Tonnen Metall, 560 Tonnen Glas (inkl. Nebensammelstellen), 450 Tonnen Erde und Steine, 190 Tonnen Karton, 45 Tonnen Blechdosen, 500 grosse Säcke Styropor Angaben pro Jahr

Ungelöst sei hingegen weiterhin das Problem der illegalen Entsorgung, meinte Werkhofmitarbeiter Samuel Läuchli. Als er kürzlich die Container nur für wenige Augenblicke ausser Acht gelassen habe, seien gleich zwei Bettmatratzen in der Mulde für Metall gelandet.

Das wertvolle WC-Häuschen

Anstelle der früheren 600 umfasst die Sammelstelle neu 1100 Quadratmeter, inklusive eines geschützten Bereichs für die Werkhof-leute. Die Erweiterung konnte auf Land der Stadt realisiert werden; die Kosten für die Neugestaltung belaufen sich auf 355 000 Franken und wurden mit dem Kredit von 820 000 Franken finanziert, den das Parlament im Juli 2007 gesprochen hatte. Mit dem Rest des Betrags wurden vier Nebensammelstellen mit Unterflur-Containern versehen.

Mit der Hauptsammelstelle wurde gleichzeitig auch das WC-Häuschen einige Meter weiter saniert. Dabei habe man, so der zuständige Ingenieur Peter Rauch, aus architektur- und lokalhistorischen Gründen möglichst wenig verändert. Das Häuschen sei 1957 aus Durisol-Steinen gebaut worden, die bei der 1938 in Dietikon gegründeten Firma Durisol produziert worden seien - für Rauch deshalb ein erhaltenswerter Zeitzeuge.