AWEL
Für eine lebendige Reppisch

Das Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft (AWEL) kann dank dem naturemade-star-Fonds des Elektrizitätswerks der Stadt Zürich (ewz) einen weiteren Abschnitt der ökologisch besonders wertvollen Reppisch aufwerten. In Landikon bei Birmensdorf erhält der Fluss seinen ursprünglichen, geschwungenen Lauf zurück.

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Für eine lebendige Reppisch

Für eine lebendige Reppisch

Anzeiger aus dem Bezirk Affoltern

Im naturnah gestalteten Gewässer und am Ufer entstehen Lebensräume für selten gewordene heimische Tiere und Pflanzen. Der Uferweg lädt zum Entdecken und Verweilen in der Natur. Ermöglicht wird das Projekt durch den naturemadestar-Fonds von ewz, der die Revitalisierung fast vollumfänglich finanziert.

Die Natur kehr zurück -
der Hochwaserschutz bleibt

Die Reppisch ist mit ihren 20 Kilometern Länge vom Türlersee bis zur Limmat eines der ökologisch wertvollsten Fliessgewässer im Kanton Zürich. Um diesen Reichtum zu erhalten und weiter zu fördern, setzt das Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft (AWEL) seit 1998 das Natur- und Lebensraumkonzept Reppisch um. Nun folgt als vorläufig letzte Etappe die ökologische Aufwertung eines 400 Meter langen Abschnitts unterhalb Landikon im Bereich Schliffer auf Birmensdorfer Boden. Im Rahmen des Projekts werden die Uferverbauung und die Schwellen im Fluss entfernt.
Die heute begradigte Reppisch erhält ihren natürlich geschwungenen Lauf zurück. Es ent-steht ein breiteres Flussbett, das Wasser teilt sich wie ursprünglich in Haupt- und Seiten-arme. Dank der Aufhebung der Barrieren und der neu geschaffenen abwechslungsreichen Lebensräume im Wasser kehren die einst dort ansässigen Fische zurück - oft bedrohte Arten wie das Bachneunauge. Sie steigen, ihrem natürlichen Instinkt folgend, in der Reppisch auf und legen dort ihren Laich ab.
Das Ufer wird stellenweise mit natürlichen Materialien befestigt, andernorts kann es sich den Naturkräften folgend verändern. Bepflanzungen mit heimischen Gewächsen säumen das Gewässer, bestehende Einzelbäume bleiben wenn möglich erhalten. So entstehen auch an Land neue Lebensräume für seltene Kleintiere und Pflanzenarten, die heute durch die fortschreitende Besiedlung und Kultivierung der Landschaft immer mehr verschwinden.
Als Biotop für seltene Amphibienarten legt das kantonale AWEL zwei Mulden an, in denen sich Wasser sammelt und sich die Geburtshelferkröten und die Erdkröten besonders wohlfühlen.
Trotz der Revitalisierung bleibt die Reppisch auch bei Hochwasser in ihrem Bett - sie tritt weiterhin nur bei extremem Hochwasser über die Ufer.

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