Kindsmissbrauch
Fünf Buben missbraucht: Kinderschänder wird zu 36 Monaten Haft verurteilt

Roland W. hat sich über Jahre im Thurgau an kleinen Buben vergriffen. Seine Taten hat der heute in Grenchen lebende Mann gefilmt. Nun wurde er vom Bezirksgericht Kreuzlingen zu 36 Monaten Haft, 18 davon unbedingt, verurteilt.

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An fünf Buben hat sich Roland W. vergriffen. (gestellte Aufnahme).

An fünf Buben hat sich Roland W. vergriffen. (gestellte Aufnahme).

Keystone

Der 45-jährige hat insgesamt fünf Knaben im Alter von drei bis 13 Jahren missbraucht, wie der Blick am Donnerstag berichtet.

Roland W. ist gelernter Automonteur, bekommt aber wegen eines Rückenleidens IV. In den Jahren von 2001 - 2008 jobbte er als Gitarrenlehrer und Babysitter. In dieser Zeit vergriff er sich an Buben, so oft sich eine Gelegenheit bot.

Von seinem ersten Opfer war Roland W. Götti, er missbrauchte den Buben während sechs Jahren. Weitere Knaben wurden in seiner Wohnung, wo er Gitarren-Unterricht anbot, gefilmt. Der Täter bot sich bei Caritas als Götti an und lernte so 2007 ein weiteres Opfer kennen. Der jüngste Bub, der von Roland W. missbraucht wurde, war zum Zeitpunkt der Tat erst dreijährig.

Fast in allen Punkten ist der Kinderschänder, der heute im solothurnischen Grenchen lebt, geständig, wie die Boulevardzeitung berichtet. Der Mann hat vor Gericht versucht, seine Taten mit Erlebnissen aus seiner eigenen Kindheit zu entschuldigen. Er sei in einem katholischen Heim vergewaltigt worden, erzählte er.

Roland W. wird unter anderem wegen mehrfacher Schändung, mehrfacher sexueller Handlungen mit Kindern und Pornografie zu 36 Monate Haft, 18 davon unbedingt, verurteilt. Dazu muss er eine Busse von 900 Franken bezahlen. Die milde Strafe wird mit seiner schweren Kindheit, einer ADHS-Diagnose und einer sich positiv entwickelnden Therapie begründet. (lsc)

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