Michael Hunziker

«Punkten mit der ZurziCard lohnt sich», sagen Stephan Leutwyler, Präsident des Gewerbe- und Tourismusvereins, sowie Stefan Güntensperger, Direktor der Stiftung Bad Zurzach. «Mit ihrer persönlichen Karte profitieren die Kunden von Rabatten, speziellen Angeboten und Aktionen - bei den Detailhandelsgeschäften genauso wie bei den Handwerker-, Gewerbe- und Dienstleistungsbetrieben sowie den Kurortinstitutionen.»

Für jeden eingesetzten Franken gibt es einen Punkt im Gegenwert von 1,5 Rappen. Anders gesagt: Bei 1000 Franken erhalten die Kunden einen Einkaufsgutschein von 15 Franken. «Das sind 50 Prozent mehr als bei bekannten Kundenkarten», machen Leutwyler und Güntensperger klar.

Ausgestattet ist die ZurziCard mit einem Barcode. Sie funktioniert also genau gleich wie die Cumulus-Karte der Migros oder die Coop-Supercard. Der Punktestand wird von einer externen, neutralen Firma täglich nachgeführt, die Gutscheine werden dreimal im Jahr zugestellt.

Über 40 Partnerbetriebe

Wie kann der Flecken weiterentwickelt werden? Wie kann den Kunden mehr geboten werden? Diese Fragen waren es, mit denen sich die Vertreter des Gewerbe- und Tourismusvereins, der Stiftung Bad Zurzach, der Gemeinde sowie der Raiffeisenbank ursprünglich beschäftigten. Es wurde eine Marktstudie zum Einkaufsverhalten und zu den Einkaufswünschen in Auftrag gegeben. Die Idee einer Kundenkarte kam auf, eine Interessengemeinschaft nahm sich des Themas an.

Mindestziel der Initianten war es, die Zusage von 20 Partnerbetrieben zu erhalten. An über 40 Verkaufsstellen, so viel steht mittlerweile fest, besteht beim Projektstart die Möglichkeit, zu punkten. Ab 2. November kann die kostenlose Kundenkarte beantragt werden, am 28. November - rechtzeitig auf das Weihnachtsgeschäft - erfolgt der Startschuss. Bonuspunkte gibt es in denjenigen Geschäften, die mit einem ZurziCard-Kleber gekennzeichnet sind, und zwar unabhängig davon, ob Waren oder Dienstleistungen bezogen werden. «Das unterscheidet uns von anderen Kundenkarten», erklären Leutwyler und Güntensperger.

Interessen unter einem Hut

Der Präsident des Gewerbe- und Tourismusvereins sowie der Direktor der Stiftung Bad Zurzach äussern sich zufrieden über das rege Interesse und die überwiegend positiven Reaktionen. «Es ist erfreulich, wie viele initiative Gewerbetreibende in Bad Zurzach und Umgebung zu finden sind. Es ist gelungen, die verschiedenen Betriebe mit den verschiedenen Interessen zusammenzubringen. Dieses Miteinander ist zum Vorteil der Kunden.»

Die Betriebe ihrerseits erhalten eine Werbeplattform. «Der Einkaufsstandort wird attraktiver, das Einkaufserlebnis steigt, das Angebot wird belebt, die Kundenbindung steigt», sind Leutwyler und Güntensperger überzeugt. Der Detailhandel sei in den letzten Jahren nicht eben verwöhnt worden. «Wir möchten die Region beleben. Es sollen neue Querverbindungen entstehen.» Das Projekt könne in Zukunft problemlos ausgebaut und erweitert werden, sagen Leutwyler und Güntensperger. «Die Ausstrahlung über Bad Zurzach hinaus ist entscheidend. Es ist wichtig, dass die Region mitmacht und mitzieht.»

Informationen sind zu finden unter www.zurzicard.ch.