Die meisten Opfer gab es auf polnischer Seite des Gebirges. Die polnische Nachrichtenagentur PAP berichtete, ein Blitz sei in eine Kette eingeschlagen, die auf den letzten Metern beim Aufstieg auf Polens höchsten Berg, den Giewont, helfen sollte.

Zuvor hatten polnische Medien berichtet, dass ein Blitz in ein grosses Metallkreuz auf dem Gipfel des Giewont gefahren sei. In dem nahegelegenen Wintersportzentrum Zakopane habe sich zu diesem Zeitpunkt eine grosse Touristengruppe aufgehalten.

Der örtliche Chef der Rettungskräfte im polnischen Teil der Tatra, Jan Krysztof, teilte mit, die Verletzten seien per Helikopter geborgen worden. Drei von ihnen seien auf die Intensivstation eingeliefert worden.

Durch Druckwelle in die Tiefe gestürzt

In der Slowakei wurden ebenfalls zwei Touristen, ein Mann und eine Frau, von einem Blitz getroffen. Für den Mann kam jede Hilfe zu spät, wie die Bergwacht mitteilte. Er sei aufgrund der Druckwelle mehrere Hundert Meter in die Tiefe gestürzt.

Die Frau, die aus Tschechien stamme, sei am Bein verletzt worden. Sie wurde demnach mit einem Helikopter ins Tal geflogen und kam in eine Klinik.

Wenig später rückte die Bergwacht zu einem weiteren Einsatz wegen eines Blitzschlags aus. Ein slowakischer Wanderer sei kurzzeitig bewusstlos und gelähmt gewesen. Er wurde ebenfalls mit einem Rettungshelikopter ins Spital gebracht.

Der Wetterumschwung war den Medienberichten zufolge plötzlich gekommen, so dass das Gewitter zahlreiche Touristen im Tatra-Gebirge überraschte.