Unter den Todesopfern waren ein Säugling und zwei kleine Kinder. Für sie kam ebenso jede Hilfe zu spät wie für zwei Erwachsene. 15 Verletzte kamen ins Spital, berichteten die Rettungskräfte der französischen Hauptstadt.

Gegen die Hausverwaltung kamen im Laufe des Tages schwere Vorwürfe auf. Unter anderem sollen Notausgänge verschlossen gewesen sein. Die Ursache des Feuers war zunächst unklar. Nach Polizeiangaben wird Brandstiftung nicht ausgeschlossen.

Der Brand war nach ersten Erkenntnissen gegen vier Uhr im Treppenhaus ausgebrochen und hatte die meisten Bewohner im Schlaf überrascht. Die Feuerwehr konnte 18 Menschen aus dem Gebäude in Sevran retten.

Zeugen berichteten von dramatischen Szenen und Panik im Haus. "Es war unmöglich in der Wohnung zu atmen. Wir haben uns gesagt, wenn niemand kommt, sind wir hinüber", erzählte ein Bewohner aus dem zehnten Stock im französischen Fernsehen.

Andere Zeugen berichteten von verschlossen Notausstiegen zum Dach, wegen denen auch der Rauch nicht habe abziehen können. Rund 150 Rettungskräfte waren im Einsatz und konnten das Feuer bis zum Vormittag löschen.