Weiher
Frösche quaken und Insekten summen

Zwei stille Gewässer: Der Teich auf dem Obergrenchenberg mit seinen weissen Seerosen. Unweit des «Chappeli» der Hupperweiher, dessen Seerosen gelb blühen.

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Solothurner Zeitung

Der Weiher auf dem Obergrenchenberg wird als das höchst gelegene Juragewässer bezeichnet. Er hat weder einen Zu- noch Abfluss. Entstanden ist er aus einer Doline, einer trichterförmige Vertiefung der Erdoberfläche, wie sie im Karst häufig vorkommt. Der Grund wurde im Laufe der Zeit durch den Lehmboden abgedichtet, was ein Versickern des Wassers nicht mehr zulässt. Das stille Gewässer, heute ein Naturreservat, findet im Sommer durch die im Juli blühenden weissen Seerosen viel Beachtung. Am Abend, wenns dunkel wird, ist das Quaken der Frösche zu hören.

Unweit des «Chappeli», am Waldrand im Gebiet der neuen Zelg liegt von Bäumen und Gebüsch umrahmt, der Hupperweiher. Kein ausgeschilderter Wanderweg führt zu ihm - auf dessen Wasseroberfläche gelbe Seerosen auf strahlendes Sommerwetter warten, um ihre Pracht zu entfalten. Der Weiher strahlt eine grosse Ruhe aus. Ausser ein paar zwitschernden Vögeln und dem Summen der Insekten ist hier nichts zu hören. Um den Hupperweiher ranken sich einige geheimnisvolle Geschichten, Er soll zum Beispiel grundlos tief sein. So tief, so erzählt eine Legende, dass ein Fuhrwerk samt Pferd und Wagen darin spurlos versunken sein soll. Gut ist, dass der Hupperweiher heute in den Rang eines kantonalen Nuturreservat erhoben wurde und somit nicht zur Mülldeponie verkam. (khg)

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