Urs Niggli

Fricktaler Landbau-Experte erhält Professur an deutscher Uni

International erfolgreich: Professur für den FiBL-Direktor Urs Niggli.(az)

Urs Niggli

International erfolgreich: Professur für den FiBL-Direktor Urs Niggli.(az)

Ein Fricktaler in Deutschland: Urs Niggli, Direktor des des Forschungsinstituts für biologischen Landbau (FiBL) in Frick, wird Honorarprofessor an der Universität Kassel in Witzenhausen (Deutschland).

In Witzenhausen befindet sich der Fachbereich Ökologische Agrarwissenschaften der Universität Kassel mit 20 Professuren in den Agrar- und Lebensmittelwissenschaften. Die konsequente Ausrichtung auf die ökologische Landwirtschaft und auf die Grundlagen der nachhaltigen Ressourcennutzung und Ernährung macht Witzenhausen international einmalig und zieht Studierende aus aller Welt an.

Der neu ernannte Honorarprofessor Urs Niggli wird das Fachgebiet «Wissenschaftsmanagement in der internationalen ökologischen Landwirtschaft» lehren und dabei seine grosse Erfahrung im Bereich der angewandten Forschung, in der EU-Forschungszusammenarbeit und in der internationalen Agrarforschung einbringen.

Die ökologische Landwirtschaft steht heute vor grossen Herausforderungen, auf die es adäquate Antworten zu finden gilt. In der internationalen Agrarforschung stehen deshalb die Ernährungssicherheit, die Knappheit an natürlichen Ressourcen (Boden, Wasser) und die Bedrohung der Ökosysteme (Klima, Biodiversität) im Zentrum. Die Forschung und Lehre der Honorarprofessur «Wissenschaftsmanagement» greift interdisziplinär diese neuen Herausforderungen auf.

In der Lehre geht es Urs Niggli nicht um die Vermittlung von disziplinärem Grundlagenwissen zu den verschiedenen Themen, sondern um deren Vernetzung und Anwendung. Besonders interessieren die Konsequenzen für die Praxis, die Richtlinien und Gesetzgebungen, die Institutionen, die Forschungsstrategie und die Politikmassnahmen im Ökolandbau. So werden auch Einblicke in bestimmte zukünftige angewandte Berufsfelder im Bereich Forschung und Beratung für Studierende gegeben.

Urs Niggli hat in den letzten 20 Jahren das Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) in Frick zu einem weltweit führenden Zentrum für den Ökolandbau gemacht. In der Schweiz, in Deutschland und in Österreich arbeiten 170 Wissenschafterinnen und Berater gemeinsam an der Weiterentwicklung des Ökolandbaus. Zwischen dem Fachgebiet «Ökologischer Land- und Pflanzenbau» der Universität Kassel und dem FiBL besteht übrigens seit 30 Jahren eine enge Zusammenarbeit.

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