Freiamt

Freiämter Hotelbetten sind selten kalt

Alles wieder frisch: Nada Miloviwic hat die Betten bezogen, damit sich neue Gäste wohl fühlen können. (es)

Hotel Adler Muri

Alles wieder frisch: Nada Miloviwic hat die Betten bezogen, damit sich neue Gäste wohl fühlen können. (es)

Unter der Woche belegen in Muri vor allem Geschäftsleute die Hotelzimmer. Wenn sie ausgeschlafen das Hotel Adler in Muri verlassen, geht Nada Miloviwic ans Werk: Sie richtet die Zimmer für die neuen Gäste her.

Eddy Schambron

Normalerweise sieht Nada Miloviwic nichts von den Kundinnen und Kunden, die im «Adler» genächtigt haben. Erstaunlich: Sie kann in der Regel nicht einmal feststellen, ob ein Mann oder eine Frau das Hotelzimmer benützt hat. «Da gibt es kaum einen Unterschied.» Aber manchmal gibt es richtig viel Arbeit, weil einzelne Gäste eine ziemliche Unordnung hinterlassen.

Gerne zur Arbeit

Nada Miloviwic zuckt die Schultern. Was solls, es ist ihr Job, alles wieder in Ordnung zu bringen. Sie putzt das Bad, schüttelt Kissen und bezieht die Betten neu. Sie arbeitet seit elfeinhalb Jahren im «Adler» und ist mit ihrer Arbeit, die um 6.30 Uhr beginnt und um 15.30 Uhr endet, zufrieden. Manchmal bringt sie Gegenstände an die Réception, die von den Gästen im Zimmer vergessen oder liegen gelassen wurden. «Das kommt ab und zu vor», weiss sie.

19 Zimmer

Der Adler bietet 19 Zimmer an. «Unter der Woche sind sie in der Regel ausgebucht», stellt Hotelier und Wirt Hans Steiner fest. Es sind vor allem Geschäftsleute, die in den Industriebetrieben von Muri im Einsatz stehen und hier übernachten müssten. Am Wochenende sind die Zimmer eher leer. «Touristen, die übernachten, gibt es in Muri kaum.» Die Besucherinnen und Besucher der Klosterkirche fahren mit dem Car vor und reisen nach der Besichtigung der Klosteranlage in der Regel am gleichen Tag wieder ab. Es reicht oft nicht einmal für einen kurzen Aufenthalt bei den örtlichen Gastronomen.

Hans Steiner bestätigt aber, dass es im Freiamt zu wenige Hotelbetten gibt. Grossanlässe im Raum Zürich beispielsweise wirken sich bis in die Freiämter Hotels aus. «An der Fussball-Europameisterschaft war auch bei uns alles ausgebucht», blickt er zufrieden zurück.

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