Muri

Freiämter Häuser bleiben sichere Werte

Attraktiver Bauplatz: In der Krähenweid in Muri kann nach der Erschliessung mit Blick auf die schöne Klosteranlage gebaut werden. (Bild: Eddy Schambron)

Muri

Attraktiver Bauplatz: In der Krähenweid in Muri kann nach der Erschliessung mit Blick auf die schöne Klosteranlage gebaut werden. (Bild: Eddy Schambron)

Die Preise für Immobilien in den Bezirken Bremgarten und Muri sind stabil und werden es voraussichtlich bleiben. Das sagen zwei grosse Freiämter Immobilienhändler.

Eddy Schambron

Die Käuferschaft ist vorsichtiger und ein Spur zurückhaltender geworden. Aber von sinkenden Preisen für Immobilien, wie es das Züricher Büro Wüest & Partner, ein international tätiges Beratungsunternehmen in den Bereichen Immobilien- und Baumarkt sowie Raum- und Standortentwicklung festgestellt haben will, ist im Freiamt nichts zu spüren. Das erklärt Carlo Gruber, Mitglied der Geschäftsleitung und Projektentwicklung bei der Feldmann Immobilien AG in Muri. Es werde zwar um jeden Franken gekämpft, aber der Markt sei trotz oder sogar wegen der Wirtschaftskrise recht gut. «Das Interesse von Anlegern, in kleinere Objekte von 3 bis 7. Mio. Franken zu investieren, ist intakt, weil die Anlage in Immobilien sicherer ist als diejenige in Aktien», erklärt Gruber. Allerdings würden die Objekte genau geprüft. Der momentan günstige Hypothekarzins begünstige den Erwerb von Immobilien. Das berge zwar ein gewisses Gefahrenpotenzial, wenn die Zinsen wieder ansteigen sollten. «Aber ein Debakel, wie man es im Immobilienmarkt in den USA erlebt hat, wird es hier nicht geben. Die Banken sind vorsichtiger geworden und finanzieren mit der nötigen Umsicht.» Einen Einbruch des Immobilienmarktes im Freiamt sieht Gruber nicht. «Es gibt im Moment keine Anzeichen dafür», betont er, «aber man muss sich auch bewusst sein, dass es irgendwann auch eine Wende geben kann.»

Nachfrage zurückhaltender

Seit Mitte Jahr ist die Nachfrage nach Immobilien zurückhaltender. Aber auf die Preise habe das bisher keinen Einfluss, stellt Igor Kubli, Immobilienmakler bei Remax in Wohlen, fest. Das Angebot an Immobilien ist im Freiamt unterschiedlich. In Wohlen stehen zahlreiche Objekte im Angebot, auf dem Mutschellen sind sie eher knapp. «Auf dem Mutschellen werden zurzeit wenig Neubauten erstellt, das wirkt sich aus. Hinzu kommt die gute Verkehrsanbindung an Zürich, die den Mutschellen als Wohnregion nach wie vor sehr attraktiv macht», erklärt Kubli. Positiv ins Gewicht fällt schliesslich, dass keine grossen Immissionen, etwa von einer Autobahn oder einem Flugplatz, zu beklagen sind. «Das hilft mit, dass die Preise für Immobilien stabil bleiben.» Dunkle Wolken am Horizont sieht auch Kubli nicht für dem Freiämter Immobilienmarkt. «Auch wenn jetzt eine gewisse Zurückhaltung feststellbar ist, Immobilien bleiben eine sichere und nachhaltige Investition.»

Angstmacherei?

Gesamtschweizerisch gesehen haben sich laut Wüest & Partner die Preise seit dem ersten Quartal weiter nach unten korrigiert. Im Vergleich zum Höhepunkt Ende 2008 seien damals im Kanton Zürich in weniger als der Hälfte aller Gemeinden die Preise für Einfamilienhäuser im oberen Preissegment noch weiter gestiegen, im Kanton Aargau in einem Drittel, schreibt der «Sonntag». Ende des zweiten Quartals blieben nurmehr 45 der 400 Gemeinden in beiden Kantonen übrig. «2010 wird schwieriger als 2009», sagte Dieter Marmet von Wüest & Partner. Und Donato Scognamiglio vom Immobilienzentrum Iazi sieht für Makler sogar derzeit die «schlimmste aller Zeiten». «Ach was», winkt Igor Kubli ab. «Jedes Unwetter ist derzeit das Schlimmste, einfach darum, weil man sich nicht mehr an das letzte erinnert. So ist es nicht nur bei Unwettern.» Remax sei mit 120 Büros und 350 Maklern das führende Immobilienunternehmen der Schweiz. «Wir müssten es wissen, wenn es so kathastrophal wäre.» Er räumt aber ein, dass «Angst- und Bangemacherei» sich auf die Kauflust der Leute auswirken kann. Er selber aber gehe mit einer positiven Haltung in die Zukunft.

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