Klage

Französischer Fussballer Anelka fühlt sich «verleumdet»

Nicolas Anelka am Flughafen Heathrow in London

Nicolas Anelka am Flughafen Heathrow in London

Der französische Fussballer Nicolas Anelka, der bei der Weltmeisterschaft in Südafrika seinen Trainer beschimpft und damit für einen Eklat gesorgt hatte, fühlt sich «verleumdet». Anelka geht gerichtlich gegen die Sportzeitung «L'Equipe» vor.

Das Blatt hatte im Juni auf der Titelseite über seinen verbalen Ausfall berichtet, wie das Blatt am Donnerstag mitteilte. Anelka verwahre sich gegen das Zitat, das die Zeitung von ihm gedruckt habe. Der Zeitung zufolge hatte Anelka den französischen Nationaltrainer Raymond Domenech in der Halbzeit eines Gruppenspiels am 17. Juni derart derb und ordinär beschimpft, dass der Trainer ihn nach Hause schickte. Aus Solidarität mit Anelka verweigerten seine Mannschaftskollegen daraufhin das Training.

"L'Equipe bleibt bei seiner Version und behält sich die Erklärungen für das Gericht vor", betonte die Zeitung, die zwei Tage später auf der Titelseite über Anelkas Entgleisungen berichtet hatte. Der Spieler sagte der Tageszeitung "France Soir" vom Mittwoch, er habe in der Halbzeit des besagten Spiels gegen Mexiko in einer Ecke gesessen und Dinge vor sich hingemurmelt, die "das Geheimnis der Kabine" bleiben sollten. "Auf keinen Fall sind es aber die Wörter, die ich in 'L'Equipe' gelesen habe." Nachdem der ehemalige Weltmeister das Spiel gegen Mexiko 0:2 verloren hatte, unterlag er Südafrika kurz darauf 1:2 und schied noch in der Vorrunde aus.

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