Fragen zum Wasserverbrauch und zum Verkehr

Der geplante Golfpark Herrenberg soll gross werden. Gross ist auch das Interesse an diesem Projekt. Viele Bergdietikerinnen und Bergdietiker besuchten die Infoveranstaltung. Klar, dass es zu diesem Vorhaben auch Fragen gab.

Daniel von Känel

Ein Golfplatz in Bergdietikon, der turniertauglich ist und diverse Übungsanlagen bietet: Die Anlage soll sich um den Weiler Herrenberg, der das Herzstück bildet, ausbreiten und viele Golferinnen und Golfer anziehen. Die Frage nach dem Mehrverkehr liess deshalb in der offenen Diskussionsrunde nicht lange auf sich warten. Weniger als 10 Prozent Mehrverkehr sei auf der Kantonsstrasse zwischen Bergdietikon und Widen zu erwarten, erklärte Stefan Leuenberger, der zusammen mit Urs Auf der Maur und Nils Planzer die Golfpark Herrenberg AG bildet. Vor der Eröffnung des Bareggs seien es gut doppelt so viele Fahrzeuge wie heute gewesen, die diese Strasse genutzt hätten. Und: Die Zahlen, die er präsentiere, seien auf einen theoretisch möglichen Spitzentag gerechnet, mit Annahmen, die praktisch wohl sehr selten bis nie eintreten würden. Aber: «Wir wollen sicher gehen, dass wir keine geschönten Zahlen präsentieren», sagte Leuenberger. So gehe man vom theoretisch möglichen Maximum aus.

Verschiedene Speicherseen

Ein Golfplatz braucht für die Pflege viel Wasser. Ob denn dafür genug zur Verfügung stehe, wurde gefragt. Mit einigen Speicherseen, die unter anderem mit gesammeltem Meteorwasser wieder gespeist werden, stelle man die Wasserversorgung sicher, erklärte Urs Auf der Maur. Hauptsächlich aber speise man die Seen mit bisher ungenutzten Quellen im Gebiet. Zudem habe man auch die Möglichkeit, von der Wasserversorgung Limmattal Wasser zu beziehen, wenn zusätzlicher Bedarf bestehe.

Neues Gebäude

Die Initianten planen, neben dem bestehenden Restaurant Herrenberg, das sie übernehmen werden, ein neues Gebäude zu erstellen. Das Restaurant soll im neuen Gebäude geführt werden, das Haus des jetzigen Restaurants Herrenberg aber bestehen bleiben. Der Gastrobetrieb bleibe öffentlich, so wie auch die ganze Anlage nicht zu einem eingezäunten Raum werden soll, so die Initianten.

Doch in der Nutzung durch Golfer und Spaziergänger sah eine Teilnehmerin der Veranstaltung das Risiko, dass jemand durch einen Golfball verletzt werden könnte. Die Anlage sei sehr weitläufig konzipiert, die Gefahr, dass etwas passiere, sei sehr gering, so die Initianten. Dies zeigten auch Erfahrungswerte von anderen Golfplätzen. Man könne in Bergdietikon sogar auf Netze verzichten, was den Wildtieren zugute komme.

Es läge auch in der Verantwortung der Golferinnen und Golfer, diesbezüglich Rücksicht zu nehmen. Eine absolute Sicherheit gebe es natürlich nicht, aber die Chance, dass etwas passiere, sei äusserst gering.

Derzeit läuft das Mitwirkungsverfahren für die Teiländerung der Nutzungsplanung. Ohne diese Änderung, über die nächstes Jahr die Gemeindeversammlung entscheiden soll, wäre das ganze Projekt nicht möglich. Doch was passiert, wenn der Golfpark eingestellt wird? Wäre das quasi der Freipass, um das Gebiet zu überbauen? Nein, sagte Gemeindeammann Paul Meier. Das Gebiet würde automatisch wieder als Landwirtschaftszone gelten.

Ein Standortvorteil

Meier hielt fest, dass der Golfpark für die Gemeinde Bergdietikon einen wichtigen Standortvorteil bedeuten würde. Er nehme eine weit verbreitet Akzeptanz für die Pläne war. Dies war auch an der Infoveranstaltung spürbar. Wohl gab es zum einen oder anderen Punkt Fragen oder kritische Anmerkungen, die Idee des Golfparks aber schien bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Veranstaltung gut angekommen zu sein.

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