Der Kraftstoff wird in weniger gefährdete Tanks an Bord umgepumpt. Der Frachter schrammt durch den Wellengang weiter über das grösste Korallenriff der Welt. Die tief gelegenen Öltanks könnten dabei beschädigt werden und auslaufen.

Voraussichtlich ab Donnerstag sollen die 950 Tonnen Öl an Bord dann auf ein anderes Schiff umgepumpt werden. Die Aktion ist nicht ungefährlich. Das Bergungsunternehmen legte zunächst schwimmende Barrieren aus, um etwaige Ölverluste unter Kontrolle zu halten.

Der Kapitän des chinesischen Frachters zog neuen Zorn der Australier auf sich. Er beschwerte sich bei dem chinesischen Konsul in Brisbane, dass die Bergungsteams an Bord seine Vorräte an Essen und Wasser aufbrauchten. Ausserdem sei das ganze aufgebauscht.

Er könne kein Öl im Wasser sehen, sagte der Kapitän nach Angaben des Konsuls. Die Meeresschutzbehörde hatte dagegen einen drei Kilometer langen Ölteppich ausgemacht und mit Chemikalien besprüht. Der Frachter war am Samstag weitab vom erlaubten Kurs auf das Great Barrier Reef gelaufen, eines der sensibelsten Ökosysteme der Welt. Experten argwöhnten, dass der Kapitän eine Abkürzung nehmen wollte.