Dies sagte Ahmed Kamal von Pakistans Katastrophenbehörde am Donnerstag. Die Fluten, die in der vergangenen Woche durch tagelangen Starkregen im Himalaya entstanden waren, strömten weiter Richtung Süden in die Ebenen. Bislang starben in Pakistan mindestens 270 Menschen; im benachbarten Indien verloren mindestens 215 Menschen ihr Leben.

Dort sitzen laut der Agentur IANS trotz langsam sinkender Pegel weiter 400'000 Menschen fest. In vielen Regionen gibt es seit fünf Tagen weder Strom noch Telefonnetze. "Bis das Wasser nicht komplett abgeflossen ist, und wir alle überschwemmten Regionen erreichen, wissen wir auch nicht, wie viele Menschen wirklich gestorben sind", sagte ein Regierungsbeamter dem indischen Sender Zee.

Pakistan habe unterdessen Hilfsgüter von China erhalten, teilten die Behörden mit. Auch der neue türkische Regierungschef Ahmet Davutoglu telefonierte demnach mit seinem pakistanischen Amtskollegen Nawaz Sharif und bot technische und finanzielle Hilfe an. Sharif flog in die Gegend Bagh in Kaschmir und versprach, die Regierung werde Häuser und Infrastruktur wieder aufbauen.

In Indien sind Zehntausende Soldaten weiter mit Dutzenden Helikoptern und Booten rund um die Uhr im Einsatz. Fast 100'000 Menschen wurden laut lokalen Medien bereits in Sicherheit gebracht.

Generalmajor Balachandran sagte dem Sender CNN-IBN, die Menschen, die teils seit Tagen auf ihren Dächern festsitzen, sollten ruhig bleiben. Jeder einzelne werde gerettet: "Bitte, geratet nicht in Panik."