Finn steht wieder

Der Bär Finn ist aufgestanden (www.baerenpark-bern.ch)

Finn

Der Bär Finn ist aufgestanden (www.baerenpark-bern.ch)

Nach dem Unfall am Samstag sind die Verantwortlichen nun zuversichtlicher, dass Bär Finn überlebt. Er habe eine ruhige Nacht verbracht und gut geschlafen. Am Morgen sei er schnell aufgestanden und habe gut gefressen.

Laut einer Mitteilung auf der Website des Bärenparks wurde Finn heute Morgen erneut vom Tierarzt mit Antibiotika und Schmerzmedikamenten behandelt. Er bewege sich deutlich aktiver und schneller als noch am Montag. «Wir füttern ihn mit Fisch, Honig, Äpfeln, Karotten oder Birnen», verrät Bärenpark-Direktor Bernd Schildger dem SF TV. Am Morgen sei das Tier aktiv gewesen und schnell zum Gitter gekommen, um sein Fressen in Empfang zu nehmen.

Wie es in einer Mitteilung des Bärenparks heisst, stünden seine Chancen immer besser. Mit der Universität Bern stehe man in Kontakt, um allenfalls notwendige und machbare chirurigsche Massnahmen zu diskutieren. Die Tierpfleger und -ärzte kümmerten sich ständig um ihren Pflegling.

Mit dieser Zersplitterung kann ein Durchschuss und damit die Gefährdung Unbeteiligter verhindert werden.
Tierparkdirektor Bernd Schildger stellte sich erneut dezidiert hinter die Entscheidung des Polizisten. Der Entscheid habe in einer lebensbedrohlichen Notsituation ein Menschenleben gerettet.

Das Schicksal von Finn beschäftigt nach wie vor Tausende. Im frühmorgendlichen Pendlerverkehr in der Region Bern war das Drama im Bärenpark denn auch allgegenwärtiges Gesprächsthema. "Stirb nicht, Finn", titelte der "Blick", "die ganze Schweiz leidet mit Finn", die Pendlerzeitung "20 Minuten".

In Internetforen und Blogs wurden und werden immer noch zu Hauf Besserungswünsche abgesetzt. Beim Bärenpark gehen hunderte Grüsse, Karten und Präsente, darunter auch Honiggläser, für Finn ein. Während über Finn eine Woge des Mitgefühls schwappt, ist das Verständnis für den geistig Behinderten, der ins Bärengehege eingedrungen war, weniger ausgeprägt spürbar. Hier interessiert in der Öffentlichkeit vor allem die Frage, warum der Mann nicht beaufsichtigt war und ihn niemand zurückhielt.

Die Kantonspolizei Bern wehrt sich indes in einem Communiqué gegen die Behauptung, der Polizist habe beim Schusswaffeneinsatz eine völkerrechtlich geächtete Munition verwendet. Im konkreten Fall habe der Polizist die leicht deformierende Dienstmunition der Polizei verwendet, die seit 2007 schweizweit eingeführt wurde und die durch alle zuständigen fachlichen und politischen Organe geprüft und zugelassen worden sei. Die Bundesbehörden erachteten diese Munition als völkerrechtskonform. Der Vorteil dieser Munition bestehe darin, dass damit die Gefährdung unbeteiligter Personen oder im Einsatz stehender Polizisten entscheidend vermindert werden könne.

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