Berner Bärenpark

Finn geniesst die frische Luft

Finn nimmt ein Bad.

Bär Finn

Finn nimmt ein Bad.

Der Bär Finn aus dem Berner Bärenpark hat zum ersten Mal, seit er vor gut zwei Wochen angeschossen wurde, wieder frische Luft geschnuppert. Der Bär flanierte durch seine Anlage und badete sogar im Bärenbad.

Finn bewege sich ohne zu lahmen und habe eine normale Körpertemperatur, teilte der Bärenpark mit. Und dies obwohl der Bär seit einigen Tagen keine Schmerzmittel und Antibiotika mehr erhält, wie Bärenpark-Direktor Bernd Schildger sagte. Eine Operation dürfte somit auch nicht mehr nötig zu sein.

Das Tier schien sich über die neu gewonnene Freiheit zu freuen. Es bewegte sich ohne zu zögern zum Aussenschieber und badete seine Pfoten kurz darauf im feuchten Lehm des Bärenparks.

Auch um Finns Appetit ist es gut bestellt. Der knapp vierjährige Braunbär gönnte sich draussen eine reichliche Grasmahlzeit. Nach einem "Schwumm" im Bärenbad habe er sich dann wieder in die Stallungen zurückgezogen - zum ausgiebigen Frühstück.

Finn war vor gut zwei Wochen von einem Polizisten angeschossen worden. Er hatte einen geistig behinderten Mann angegriffen, der in sein Gehege gesprungen war.

Nach dem Drama überrollte eine Welle von Sympathiebekundungen den Bärenpark. Hunderte Karten, Zeichnungen und Honiggläser wurden für den verletzten Bären abgegeben.

Der bei dem Vorfall ebenfalls verletzte junge Mann musste Ende vergangener Woche erneut operiert werden, wie es bei der zuständigen Vormundschaftsbehörde auf Anfrage hiess. Er könne aber womöglich Ende dieser Woche das Spital verlassen.

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