Ob das Finanzdepartement Druck auf Marcel Rohner ausgeübt hatte, konnte EFD-Sprecher Roland Meier auf Anfrage nicht bestätigen. Auf die Frage, ob auch der Verwaltungsratspräsident der UBS, Peter Kurer, zurücktreten solle, sagte Meier, das sei Sache der Generalversammlung, dies zu bestimmen.

Den neuen Chef der UBS, Oswald Grübel, bezeichnete das EFD als sehr erfahren und glaubwürdig. Seine Fähigkeiten habe er als Chef der Credit Suisse unter Beweis gestellt.

Die Credit Suisse wünscht ihrem ehemaligen Chef Oswald Grübel für seine neue Aufgabe als UBS-Konzernleiter alles Gute und viel Erfolg.

"Wir haben wiederholt darauf hingewiesen, wie wichtig zwei wettbewerbsfähige, global tätige Banken für den Schweizer Finanzplatz sind. Es freut uns deshalb, dass Oswald Grübel diese Position übernimmt", sagte Credit-Suisse-Sprecher Marc Dosch auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA.

SP und SVP erwarten von Oswald Grübel einen Kulturwechsel. Der neue UBS-Chef soll die Grossbank so umbauen, dass sie kein volkswirtschaftliches Risiko mehr darstellt. Die SP will zudem Bewegung beim Bankgeheimnis. Empört ist die Partei über das Drei-Millionen-Jahressälar, das der neue UBS-Chef bekommen soll.

Den Wechsel an der Spitze der UBS bezeichnete SVP-Präsident Toni Brunner als "vertrauensbildende Massnahme". Grübel sei ein intimer Kenner des Bankenplatzes Schweiz, um welchen es jetzt in erster Linie gehen sollte.

FDP-Präsident Fulvio Pelli zeigte sich nicht überrascht über Rohners Abgang. Dessen Nachfolger attestierte Pelli "sehr viel Kompetenz". Grübel werde Ruhe in die Grossbank zurückbringen. Die CVP lobte die Wahl Grübels als starkes Zeichen an Kunden und Finanzmarkt.

Auch der Kaufmännische Verband (KV Schweiz) hat den Wechsel an der UBS-Spitze begrüsst. Der Schritt sei richtig und wichtig.