USA
Filmreifes Ende einer Verfolgungsjagd: Polizei schiesst Auto von Taschendieb ab

Eine 45-minütige Verfolgungsjagd hat im US-Bundesstaat Indiana ihr Ende in einem Maisfeld gefunden. Die Polizei stoppte den flüchtenden mutmasslichen Taschendieb ziemlich unsanft. Zuvor hatte sie sich nicht gerade geschickt angestellt.

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Robert Ellis soll in Louisville (Kentucky) eine Serie von Taschendiebstählen begangen haben. Die Polizei kommt dem mutmasslichen Dieb vergangene Woche auf die Schliche – kann ihn aber nicht gleich festnehmen. Denn Ellis steigt in seinen roten Pick-up und flüchtet.

Die Polizei nimmt sofort die Verfolgung auf. Doch allzu stilsicher agieren die Sicherheitskräfte nicht: Das Räuber-und-Poli-Spiel dauert ganze 45 Minuten, wie der lokale TV-Sender "WLKY News" berichtet. Dabei überquert die rasende Kolonne auch die Grenze zum US-Bundesstaat Indiana. Immer wieder entkommt Ellis den Polizisten knapp, etwa auf einem Parkplatz der Indiana University.

Erst auf einem Maisfeld gelingt es den Cops – die mittlerweile mit über zehn Wagen hinter Ellis her sind –, den Mann in eine Ecke zu drängen.

Die folgende Szene könnte ebenso gut aus einem Hollywood-Film stammen: Ein Ermittler schiesst Ellis' Pick-up mit der Front seines zivilen Autos ab und bringt ihn zum Stillstand. Auch ein Streifenwagen prallt in den Pick-up.

Sofort umzingeln die Polizisten den mutmasslichen Dieb. Was dann folgt, könnte für die beteiligten Ordnungshüter noch Folgen haben: Sie zerren Ellis aus seinem Wagen und prügeln auf ihn ein.

Ein Polizeisprecher sagte zu "WLKY News", es sei schwierig, die Szene zu kommentieren. Der Verdächtige könne bewaffnet gewesen sein oder sich der Festnahme widersetzt haben. Sollte aber ein Vergehen vorliegen, würden die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen.

Nach der Verfolgungsjagd stellten die Polizisten in Ellis' Pick-up ein Dutzend Portemonnaies sicher. (mwa)