Feuerbrand
Feuerbrand im Aargau: Gross angelegte Kontrollaktion und Einsatz von Antibiotikum

Im Monat Juli findet im ganzen Kanton Aargau eine Kontrollkampagne in Sachen Feuerbrand statt. Im Kampf gegen die heimtückische Bakterienkrankheit wurde auch dieses Jahr wieder der Einsatz des Antibiotikums Streptomycin bewilligt. In elf Obstanlagen wurde dieses bereits eingesetzt.

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Keystone

In diesem Jahr kam es aufgrund der kühlen Witterung bisher erst zu wenig Feuerbrandinfektionen. Dennoch führt der kantonale Pflanzenschutzdienst im Juli eine gross angelegte Kontrollkampage im ganzen Kanton durch. Vom Feuerbrand stark betroffene Gemeinden liegen vor allem im südlichen Kantonsteil, in den Bezirken Zofingen, Kulm und Teilen von Lenzburg und Muri.

Einsatz von Antibiotikum bewilligt

Im Kampf gegen die Bakterienkrankheit bewilligte das Bundesamt für Landwirtschaft erneut den Einsatz des Antibiotikums Streptomycin. Im Aargau wurden bereits elf Obstanlagen damit behandelt.

Um die Lebensmittelsicherheit zu gewährleisten, werden im Umkreis von 1,3 Kilometern zur behandelten Obstanlage die Honigproben der einzelnen Imker auf Rückstände untersucht.

Beratungsleistung wurde ausgebaut

Um die vom Feuerbrand stark betroffenen Gemeinden, Landwirte und Private zu unterstützen, wurden in den Befallszonen im südlichen Kantonsteil die regionalen Feuerbrandberatungsstellen zusätzlich verstärkt.

Für Feuerbrand herrscht Meldepflicht

Feuerbrand bedroht Apfel-, Birnen- und Quittenbäume sowie einige Zier- und Wildgehölze wie beispielsweise Cotoneaster, Weissdorn oder Sorbus. Als Quarantänekrankheit ist der Feuerbrand meldepflichtig.Wegen der grossen Verschleppungsgefahr dürfen verdächtige Pflanzen nicht berührt werden. (skh)

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