Louis Probst

«Ein langer Weg der Veränderungen liegt hinter uns», erklärte Lisbeth Hänggli, Mitglied der Kirchenpflege der katholischen Kirchgemeinde Brugg und Leiterin des Ressorts Kindertagesstätte, bei der Einweihung des neuen «Tatzelwurms». In ihrer Ansprache ging Lisbeth Hänggli auf die wechselvolle Geschichte der Kindertagesstätte ein. Eine Geschichte, die mittlerweilen mehr als 42 Jahre zurückreicht. Jetzt hat der «Tatzelwurm» – in dem in zwei Gruppen je 11 Kinder betreut werden können – in der neuen Wohnüberbauung Summerhalde in Brugg-Lauffohr eine Heimstätte gefunden – ziemlich genau an jener Stelle, wo er sich bis zum Abbruch des Centro befunden hatte.

«Veränderungen rundum»

«Für den speziellen Innenausbau hat die Katholische Kirchgemeinde Brugg rund 250000 Franken zur Verfügung gestellt», betonte Lisbeth Hänggli und dankte der Kirchgemeinde, der Kirchenpflege – insbesondere Projektleiter Kurt Weber –, aber auch der Stadt Brugg.

«Der lange Weg der Veränderung betrifft aber nicht nur den Bau und die Organisation unserer Kindertagesstätte, sondern auch auch die Strukturen der Familien», stellte sie fest. «Bei uns sind die Kinder bestens aufgehobe. Sie werden aber nicht nur gehütet, sondern auch gefördert und gefordert, und sie lernen, sich in einem guten sozialen Umfeld zu bewegen.»

Die Veränderungen, so Lisbeth Hänggli, seien auch von den Behörden wahrgenommen worden. «Ein Umdenken ist dringend nötig und auch im Gange. Der finanzielle Anspekt ist wichtig. Wir haben eine Leistungsvereinbarung mit der Stadt Brugg und wir werden vor allem von Gemeinden, aus denen Kinder zu uns kommen, unterstützt.»

Willkomm für den Baum

Nach der ökumenischen Einsegnung der Tagesstätte durch Gemeindeleiterin Doris Belser von der Katholischen Kirchgemeinde Brugg und Pfarrer Walter Meier – der für Pfarrer Wolfgang Rothfahl von der Reformierten Kirchgemeinde Brugg einsprang – versammelten sich die «Tatzelwurm»-Kinder im Garten, um den vom Verein Wein und Brot gespendeten Baum mit einem Lied willkommen zu heissen. Und nach dem offiziellen Teil präsentierte sich der erneuerte «Tatzelwurm» der Bevölkerung.