Bei den Baubewilligungen, die der Gemeinderat Wohlen kürzlich erteilte, sticht eine ins Auge. Der Ferrowohlen AG wurde die Sanierung von Oberflächen und Altlasten auf ihrer Parzelle bewilligt. Was heisst das konkret? Soll das frühere Stahlwerk-Areal umfassend saniert werden?

Paul Meyer berät die Ferrowohlen AG in architektonischen und baulichen Fragen. Er erläutert: «Es handelt sich sozusagen um eine vorsorgliche Baubewilli- gung, damit wir rasch reagieren können, wenn sich Interessenten für die alte Halle melden.» Dort ist derzeit bereits die Firma Digitec mit ihrem Verteilzen- trum eingemietet, eine beträchtliche Fläche steht aber leer.

Decke und Wände sanieren

Weil die Halle mit alten Eternitplatten ausgekleidet ist und die Wände mit Altlasten kontaminiert sind, müssten diese vor einer Umnutzung saniert werden. «Die vorliegende Baubewilligung gibt uns die Möglichkeit, mit diesen Arbeiten rasch anzufangen, wenn sich ein Mieter melden sollte», sagt Meyer.

So könne die Wartezeit sinnvoll überbrückt werden, «bis das eigentliche Bauprojekt für die neue Nutzung bewilligt ist», sagt Meyer. Konkret: «Wir könnten bereits die Decken und Wände sanieren, während ein Gesuch für neue Tore oder den Innenausbau von den Behörden noch geprüft wird – das verschafft uns mehr Flexibilität.» (fh)