Fernwärme ist ebenso ein Thema wie Holzgas

Fernwärme bis Solothurn, eine Holzvergasungsanlage auf dem Borregaard-Areal oder die Zusammenarbeit in der Wasserversorgung mit Zuchwil sind einige Themen, die derzeit die Regio Energie Solothurn beschäftigen.

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Regio Energie

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Keystone

Wolfgang Wagmann

Mehr den strategischen Absichten als dem bereits an die Öffentlichkeit gelangten Geschäftsbericht (vgl. Ausgabe vom 7. Mai) widmete sich am Medienlunch der Regio Energie Solothurn Direktor Felix Strässle. Dank Rück-stellungen sei es möglich, «grosse Millionenbeträge» antizyklisch im Bereich Fernwärme zu investieren. «Wir sind froh, können wir mit eigenen Mitteln arbeiten», äusserte sich Strässle angesicht der Vorsicht der Banken, Kredite zu vergeben. Es sei klar, dass man früher oder später wieder Fremdfinanzierungen benö-tige, betonte er angesicht des hohen Investitionsvolumens - allein über 26 Mio. Franken waren es im letzten Jahr gewesen.

Holzcluster und Wasserpläne

Nun soll die bestehende Fernwärmeleitung in Richtung Solothurn vorangetrieben werden, auch wenn laut Strässle «das Netz vielleicht nie wirtschaftlich wird». Fernwärme sei aber ökologisch sinnvoll, «und so habe ich eine Bitte an die Politik: Eigentlich müsste eine Anschluss-pflicht ans Netz festgelegt werden.» Denn günstig sei die Fernwärme allemal.

Sollte der «Holzcluster» des Holzverarbeiters Schilliger auf dem Borregaard-Areal zustandekommen, könnte die Regio Energie dort eine Holzvergasungs-Anlage realisieren, meinte Felix Strässle zu einem weiteren Thema, das ihn «nicht kalt lässt».

Noch dieses oder dann nächstes Jahr soll ein Grundsatzentscheid für eine engere Zusammenarbeit mit Zuchwil in der Wasserversorgung vorliegen - geprüft wird auch der Bau eines neuen, kleineren und um sieben Meter höher gelegenen Reservoirs. Felix Strässle verwies aber auch auf das Angebot an Öko-Strom, einem der breitesten in der Schweiz. Nur nutzten es kaum 200 Kunden, obwohl in einer Umfrage vor zwei Jahren 500 ihre Absicht bekundet hatten, Öko-Strom zu beziehen.

Wenn sich die Politik meldet

Zuvor hatte VR- und Stadtpräsident Kurt Fluri betont, der Verwaltungsrat der Regio Energie operiere ohne Honorare «eigentümerorientiert» und versuche nicht, sich zu bereichern. Die Politik melde sich jedoch wieder vermehrt zu Wort, sei es zur Preis- oder Abgabepolitik des Unternehmens, sei es hinsichtlich Beteiligungen an Stromproduktionsanlagen. «Der Gemeinderat muss sich aber bewusst sein, dass solche Entscheide Angelegenheit des Verwaltungsrats sind», kündigte er bereits zu entsprechenden Links-Vorstössen an.