Dina Zwimpfer

An der Ferienmesse geht es gemütlich zu und her. Die Menschenmassen halten sich in Grenzen, Besucher schlendern meist in Zweiergrüppchen durch die vielen bunten Stände, vereinzelt bleiben sie stehen, lassen sich beraten oder nehmen Kataloge mit. Der Grossandrang bei einem Wellnessveranstalter stellt sich als eine Menschenmasse von erwartungsvollen Messegästen heraus, die bei der Verlosung eines Wettbewerbs auf einen Preis hoffen.

Die Ferienmesse ist eine Parallelveranstaltung der Muba. Noch bis morgen kann man sich in der Messehalle 3 über mögliche Ferienziele informieren und beraten lassen. Die rund 250 Aussteller sind grösstenteils Reisebüros, Tourenveranstalter, Busunternehmen oder Hotels, die von Trekkingreisen bis Wellnessferien alles anbieten.

Zwanglose Stimmung überzeugt

Abgesehen von Postern und Bildern haben einige Anbieter ihrer Fantasie freien Lauf gelassen und ihre Stände wie Flughafenschalter oder österreichische Alphütten aussehen lassen. Die Besucher können in den Reisecars Probe sitzen, Velos testen oder sich im griechischen Restaurant von den dortigen Spezialitäten zu einer Griechenland-Reise verleiten lassen. Im Filmforum können Messegäste ausserdem durch Reiseberichte in Bild und Ton einen ersten Eindruck von unterschiedlichen und teilweise exotischen Regionen gewinnen.

Die Besucher lassen sich gerne verführen: «Uns gefällt, dass man sich zwanglos informieren kann», sagt das Ehepaar Döbele aus Bad Säckingen. «Man wird nicht so häufig angesprochen und kann ungestört herumstöbern. Zu Hause können wir uns dann in Ruhe für oder gegen eine Destination entscheiden.»

Erfolg ist schwer abzuschätzen

Neben diesen zu erwartenden Ausstellern gibt es allerdings auch einige, die an einer Ferienmesse etwas überraschender sind: die Versicherung Assura, die Massagelinie Home Health Products, ein Unternehmen, das Zahnbehandlungen in Ungarn anbietet - oder die Velohändler Veloplus und Koga. «Wir haben die Erfahrung gemacht, dass sich ferienlustige Besucherinnen und Besucher auch für Velos begeistern können», erklärt Kurt Wenger, Mitarbeiter bei Koga. «Gerade bei einem Tandem denken viele nicht nur an das Velo, sondern an die Reisen, die sie damit machen können.»

Die Aussteller können ihren Erfolg meist nur schwer einschätzen. «Wir machen sehr selten direkte Buchungen», sagt Peter Meyer von der Tibet Culture Trekking-Tour (TCTT). Bei vielen Kunden stellt sich aber heraus, dass sie sich bei einer Ferienmesse persönlich informiert haben oder einen Katalog mitgenommen haben. «Heute hatte ich einige gute Gespräche und deshalb ein gutes Gefühl bezüglich der nächsten Tage», sagt Meyer.