Ferienjobs
Ferienjobs sind nach wie vor eine Mangelware

Der Sommer ist da, die Schulferien auch, was aber vielen jungen Menschen noch fehlt, ist die Möglichkeit, sich mit einem Ferienjob ein Taschengeld dazuzuverdienen. Die Jobbörse für Jugendliche kann vermitteln helfen.

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Matthias Villiger

Matthias Villiger

Stadtanzeiger Baden

Carolin Frei

Suchen Sie jemanden, der Ihnen das Rasenmähen abnimmt? Oder beim Kellerausmisten unter die Arme greift? Ganz zu schweigen von den Fenstern, die schon lange wieder einmal geputzt werden sollten? Ja? Dann sollten Sie einen Blick auf die Internetseite www.jugendlich.ch werfen oder mit einer der Jugendarbeitsstellen der Region Baden Kontakt aufnehmen, die diese Stellenvermittlung betreuen.

Der 25-jährige Matthias Villiger ist seit einem Jahr in einem Praktikumseinsatz bei der Jugendarbeit Baden beschäftigt. Unter anderem mitverantwortlich für das Projekt «Jobbörse». «Seit März letzten Jahres bietet die Jugendarbeitsstelle Regio Baden die regionale Jobbörse an. Mit dieser Jobbörse wurde ein ganzjähriger Betrieb eingerichtet, der den Vorläufer, die Ferienjobbörse - die nur in den Frühlingsferien angeboten wurde -, nach neun erfolgreichen Jahren abgelöst hat», sagt Matthias Villiger.

Nach einem Jahr Dauerbetrieb haben die Mitglieder der Jugendarbeit Regio Baden, zu der sich vierzehn Gemeinden zusammengeschlossen haben, eine erste Zwischenbilanz gezogen. Fazit: Es konnten für alle Anfragen Jugendliche für kürzere oder längere Einsätze vermittelt werden. Aber grundsätzlich werden viel zu wenig Arbeitsaufträge gemeldet. Arbeitgeber waren hauptsächlich Privatpersonen, vermittelt wurden Schülerinnen und Schüler der Oberstufe.

Jeder Jugendliche, der sich für einen Ferien- oder Nebenjob interessiert, muss persönlich bei der Jugendarbeit vorsprechen, damit die Einsätze und Verbindlichkeiten besprochen werden können. Die Jugendarbeitsstellen vermitteln die Jobs und beraten die Beteiligten, die Höhe der Entlöhnung bestimmen die Arbeitgeber selbst.

«Selbstverständlich ist alles gesetzlich geregelt, ab welchem Alter welche Arbeiten ausgeführt werden dürfen und welche Bestimmungen eingehalten werden müssen», betont er.

«Die Job-Vermittlung bessert den Jugendlichen nicht nur ihr Taschengeld auf, sie hat auch einen sozialen Aspekt», sagt der 25-Jährige. Die jungen Menschen lernen, Verantwortung zu übernehmen und zu Verbindlichkeiten beim ersten Schritt ausserhalb der Schule zu stehen. Zudem können solche Einsätze helfen, Vorurteile - sowohl von den Jugendlichen als auch von den Erwachsenen - abzubauen.

In diesem Jahr konnten in der Stadt Baden bisher 25 Einsätze vermittelt werden. Viele Jugendliche würde es freuen, wenn noch einige mehr dazukommen würden.

Weitere Informationen unter www.jugendlich.ch oder bei der Jugendarbeit Stadt Baden, 056 200 87 00.

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