Basel

«Feine Küche» für Uni-Mensa

Ende August können sich die Gäste freuen: Speisesäle und die Küche der Universitäts-Mensa werden für fünf Millionen Franken saniert.

Franz Osswald

Noch hängen die Stromkabel wie Spaghetti von der Decke, doch bald sollen im Speisesaal der Uni-Mensa wieder Spaghetti auf den Tellern liegen und für einen vollen Magen sorgen. Bis dahin ist indes noch ein gutes Stück Arbeit zu verrichten. Der enge Zeitrahmen, in dem die Mensa saniert und renoviert werden muss, gleicht bautechnischer Fastfood. Begonnen wurde mit den Bauarbeiten am 2. Juni 2009, fertig sein soll alles Ende August.

In den drei Speisesälen wird eine komplett neue Lüftung eingebaut. Eine, die dank Weitwurfdüsen für eine bessere Luftverteilung sorgen wird und so konzipiert ist, dass die in den darüber liegenden Büroräumlichkeiten Arbeitenden den Menüplan nicht via Nase mitbekommen, was bisher der Fall war. Die Räumlichkeiten werden farblich neu gestaltet. Ziel ist es, eine freundlichere Atmosphäre zu schaffen, besonders auch deshalb, weil die Raumhöhe gering ist und daher eher drückend wirkt.

Dass im Untergeschoss der Mensa der Universität Basel gekocht wird, ist vielen nicht bewusst. Die Fahrzeuge, die an der Rampe zufahren, bringen nicht etwa die vorgefertigten Menüs, sondern werden im Gegenteil mit Speisen für andere Betriebe der Universität und Zulieferstellen des SV Services beladen. Im Keller des Gebäudes befindet sich nämlich eine Grossküche.

Noch sieht es dort hingegen so aus, dass man sich nicht vorstellen kann, dass hier einmal «Gluschtiges» in Pfannen und Töpfen zubereitet würde. Der Boden der Küche war undicht geworden, das Wasser lief in die darunter liegenden Räume, in denen sämtliche technischen Einrichtungen installiert sind. Der Küchenboden musste mühsam ausgespitzt und neu aufgebaut werden. Das Interieur der Küche wird nun den modernen Anforderungen angepasst, beispielsweise mit Steamern und modernen Backöfen. Auch hier erhält die Lüftung eine radikale Auffrischung.

Kälte kommt aus der Ferne

Eine Etage tiefer liegt das Reich der Technik. Hier wird die Kälte für die Kühlräume der Küche erzeugt und jene für die Klimatisierung eingespeist - diese Kälte kommt aus der Ferne, aus dem Fernkältesystem des Universitätsspitals. Hier befindet sich auch ein Fettfilter fürs Abwasser aus der Küche. Die Abwärme der Lüftung wird ebenfalls zur Aufbereitung des Warmwassers genutzt.

Letztmals wurde die Mensa der Universität 1993 renoviert. Die neuerliche Renovation war deshalb angezeigt, die Geschirrspülmaschine hatte ihr «Pensionsalter» erreicht. Im Rahmen des kontinuierlichen Gebäudeerhalts stehen für die Arbeiten rund fünf Millionen Franken zur Verfügung. Auftraggeberin ist die von den beiden Basel getragene Universität Basel. In der Uni-Mensa werden täglich zwischen 1500 und 1700 Menüs verkauft. Rund 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Küche und Service sorgen für einen reibungslosen Betrieb. Das Herbstsemester beginnt am 14. September.

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