FC Aarau: Treten Präsident und Sportchef heute zurück?

Aussagen von FC-Aarau-Präsident Alfred Schmid sorgen für Verwirrung. Heute will die Vereinsleitung informieren, wie es mit dem Verein weitergehen soll. Wird Trainer Jeff Saibene als Bauernopfer über die Klinge springen müssen, oder zieht der Sportausschuss eigens Konsequenzen?

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Heute Montag sollen beim FC Aarau Entscheidungen gefällt werden. Die Vereinsleitung hat angekündigt, im Verlaufe des Abends zu informieren, wie es weitergehen soll. Eine Aussage von FCA-Präsident in der heutigen AZ sorgt besonders für Gesprächsstoff: «Der Inhalt des Communiqués vom Montagabend wird für den FC Aarau existenzielle Folgen haben. Und nicht nur für den Profibetrieb, sondern auch für die Juniorenabteilung.»

Einerseits muss nach dieser Aussage damit gerechnet werden, dass die drei Mitglieder des Sportausschusses, Alfred Schmid, Fritz Hächler (beide für den Profibetrieb verantwortlich) und Jürg Widmer (verantwortlich für die Juniorenabteilung), gemeinsam zurücktreten. Gemeinsam, weil Präsident Schmid gleichzeitig festhält: «Ich bin mit Fritz Hächler angetreten und ich stütze ihn auch weiter.»

Andererseits wäre dies ein Entscheid, der im Fussballgeschäft seinesgleichen sucht und somit eigentlich nicht zu erwarten ist. Denn Usus ist es bekanntlich, in einer solch schweren Krise den Trainer, sprich Jeff Saibene zu entlassen. Damit würde man sich allerdings den Unmut der Fans aufhalsen.

Beim FC Aarau hält man sich weiter bedeckt: «Kommunikationssperre!» Wann wer welche Entscheide fällt, ist ebenfalls unklar. Vize-Präsident Roger Geissberger verweist zwar auf die Kommunikationssperre, bestätigt aber, dass er stündlich mit den Verantwortlichen in Kontakt steht. «Klar bin ich involviert, sonst würde ja etwas falsch laufen. Aber warten sie die Pressemitteilung ab», so Geissberger.

Jeff Saibene selbst weiss jedenfalls von nichts: «Mit mir hat niemand gesprochen. Ich habe keine Ahnung, was heute entschieden wird.» (aen/wst)

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