Fussball

FC Aarau: Krise spitzt sich zu

FCA - FCL

FCA - FCL

Nach einer beherzten Vorstellung und einer spektakulären Partie verliert Aarau gegen Luzern mit 2:4. Die Lage wird langsam dramatisch. «Aber der Trainer ist kein Thema», sagt Präsident Alfred Schmid.

Felix Bingesser

Wenn man kein Glück hat, kommt vielfach noch Pech hinzu. So war das auch im Spiel gegen Luzern. Die Aarauer haben beherzt gekämpft, haben einen 0:2-Rückstand aufgeholt und Moral bewiesen, sind in der Schlussphase für ihr naives Verhalten aber brutal bestraft worden. Cristian Ianu, der Aarau im Sommer Richtung Luzern verlassen hat, war beim 4:2-Erfolg seines Teams an allen vier Toren beteiligt.

Die Negativspirale beim FC Aarau dreht sich weiter, das Team kommt nicht vom Fleck und bleibt mit mageren fünf Punkten weiter am Tabellenende kleben. Im Vorjahr hatten die Aarauer zum selben Zeitpunkt und nach einem Viertel der Meisterschaft 16 Punkte auf dem Konto und standen auf dem vierten Tabellenplatz. Aber auch nach dem jüngsten Rückschlag wird die Position von Trainer Jeff Saibene richtigerweise nicht infrage gestellt. «Das ist kein Thema», sagt Alfred Schmid. Doch der Druck wird grösser. Und Aarau spielt nun gegen GC, Basel und Leader YB.

Beschäftigt hat den Aarau-Präsidenten ein bedenklicher Vorfall am Rande des gestrigen Spiels. Ein 13-jähriger Aarau-Fan im Dress seines Lieblingsklubs ist von einem Luzerner Anhänger in der Bahnhofunterführung mit einem Faustschlag niedergestreckt worden. Er wurde ins Spital eingewiesen. «Das ist nur noch bedenklich», sagt Schmid und fragt: «Wie sollen wir nach solchen Vorfällen Familien zu einem Besuch im Fussballstadion motivieren?»

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1