Gugge

Fasnacht im Fricktal: Guggen-Spektakel für Ohren und Augen

Hüben und drüben ist der Bär los: Guggen-Gaudi im Zweeiländereck.

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Hüben und drüben ist der Bär los: Guggen-Gaudi im Zweeiländereck.

Laute Guggenklänge und ein grosses Sujetspektrum begeisterten an die 10 000 Besucher am Laufenburger Open-Air-Gugge-Festival. Rund 1500 Guggenmusikanten sorgten mit 78 Auftritten und einer Gesamtspielzeit von 22 Stunden für viel Stimmung.

Susanne Hörth

Das Open-Air-Gugge-Festival in Laufenburg ist längst kein Geheimtipp mehr. Bereits zum 19.Mal fand das Spektakel am Freitagabend über fünf Bühnen verteilt in den beiden Laufenburger Altstädten statt. 36 Guggenformationen aus der ganzen Schweiz und Deutschland verwandelten das an sich sonst eher ruhige Zweiländerstädtchen in eine Guggenklang-Hochburg. An die 10000 Besucher hatten die Organisatoren erwartet. Trotz den eisig niedrigen Temperaturen dürfte diese Erwartung erfüllt worden sein. Eingehüllt in warme Kleider, liess sich das Publikum von den kakofonischen Klängen begeistern.

Die Formationen präsentierten die gesamte Bandbreite der verschiedenen Guggenmusik-Stilrichtungen. Nicht nur fürs Ohr waren die Darbietungen ein Genuss. Die Kostüme der Musikantinnen und Musikanten zeugten von grosser Fantasie, gepaart mit viel zeitaufwändiger Kreativität. Die lauten, rhythmischen Klänge sorgten dafür, dass kaum ein Fuss im Publikum ruhig auf dem Boden blieb. Da wurde je nach Platzangebot mitgewippt oder ausgelassen mitgetanzt. Dies war angesichts der dicht gedrängten Zuhörermassen ein nicht wirklich einfaches Unterfangen. Für eine ganz besondere Abwechslung unter den vielen Guggenformationen war das Tambourencorps Laufenburg besorgt. Die zum Teil noch sehr jungen Spieler wussten die Schlagstöcke mit absoluter Perfektion einzusetzen. Der begeisterte Applaus honorierte das Können der jungen Tambouren dann auch entsprechend.

1990 organisierte die Guggenmusik Roli-Guggers erstmals das Gugge-Festival im deutschen Laufenburg. 1991 wurde es wegen des Golfkrieges abgesagt. Bereits ein Jahr später fand es erstmals grenzüberschreitend in Zusammenarbeit mit der Guggenmusik Barocker (Laufenburg Schweiz) statt. Mittlerweile gehört zu den engagierten Organisatoren auch die Laufenburger Fasnachtszunft Salmfänger. Die umfangreichen Aufwendungen für das beliebte Festival werden alljährlich mit einem grossen altersdurchmischten Publikumsaufmarsch belohnt. Finanziert wird das Open-Air-Gugge-Festival durch den Pin-Verkauf. Der Pin ist als Eintritt obligatorisch.

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