Den Zug führten traditionellerweise die Gäste aus dem Gastkanton an. Unter dem Motto "Nidwalden bringt den Frühling" präsentierten sich 230 Fünf- bis Fünfzehnjährige aus dem Innerschweizer Kanton als Schmetterlinge oder Blüten verkleidet.

Die Nidwaldner Schülerinnen und Schüler von der ersten bis zur sechsten Klasse hatten sich im Rahmen einer Projektwoche zum Thema "Bräuche der Schweiz" speziell mit dem Zürcher Sechseläuten auseinandergesetzt. Auch die Kostüme wurden zum Teil in der Schule hergestellt.

Wie jedes Jahr folgten nach den Gästen historisch gewandete Zürcher Kinder. Da kokettierten Biedermeier, Edelfräuleins, Rokokodamen, vornehme Zürcher Patrizier, Handwerker und Kadetten. Sie führten durch 600 Jahre Zürcher Geschichte vom Mittelalter bis zur Biedermeier-Zeit.

Mit den "Händlern aus dem Orient" trotteten drei Kamele mit. Eine Gruppe von Kindern repräsentierte das Landvolk aus dem 18. Jahrhundert, begleitet von einem Wagen mit einem Käfig voll gackernden Hühnern.

Für den musikalischen Rahmen sorgten die Zürcher Knabenmusik und Musikkorps aus verschiedenen Gemeinden. Insgesamt marschierten 925 Musikantinnen und Musikanten mit. Zu traditionellen Klängen wie dem Sechseläuten-Marsch mischten sich auch schottische Dudelsack-Klänge.

Locker zu und her ging es im Block "Weltoffenes Zürich". Über 600 Kinder verschiedenster Nationen präsentierten Eigenheiten und Trachten ihrer Heimatländer.

Nach dem Auftakt findet das Zürcher Sechseläuten am Montagnachmittag mit dem Zug der Zünfte seine Fortsetzung. Punkt 18 Uhr wird dann auf der wegen Bauarbeiten eingeschränkten Sechseläuten-Wiese beim Bellevue der Scheiterhaufen mit dem Böögg angezündet.

Je weniger lang es dauert, bis der Kopf des künstlichen Schneemanns explodiert, desto schöner wird der Sommer. So jedenfalls will es der Zürcher Volksglaube.