Familie Brader
Familienweltreise: So schön ist die Südsee wirklich

Auf ihrer Weltreise ist die aargauer Familie Brader in der Südsee angekommen - und entdeckt nebst einer paradiesischen Insel auch die wohltuende Wirkung derLangsamkeit.

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Brader Weltreise Tauchen

Brader Weltreise Tauchen

Brader Family

Evelyne Brader

Seit einer Woche turnen wir auf Rarotonga, der Hauptinsel der Cook Inseln herum. Wir haben uns entschieden, keinen fahrbaren Untersatz zu mieten, sondern entweder zu Fuss oder per öffentlichen Bus, die Insel zu erkunden. Sie ist ja auch nicht so gross. Der Umfang beträgt lediglich 32 km, der nächste Essensladen ist innert 10 Minuten Fussmarsch zu erreichen und die Bushaltestelle gleich neben unserer Unterkunft. Es gibt nur zwei Buslinien, eine heisst ‚Uhrzeigersinn', die andere ‚Gegenuhrzeigersinn'.

Einfach, aber idyllisch

Wir haben eine einfache Wohnung mit zwei Schlafzimmern, offenem Wohn- / Esszimmer und Küche mit eigener Dusche und WC für eine Woche gebucht. Ein ruhiger, einfacher aber sehr idyllischer Ort. Man muss lediglich die Strasse überqueren und dann ist man schon am Strand. Die Strasse ist aber kaum befahren und wenn, dann nur von Vespas.

Die Braders Eine Familie, die ein ganzes Jahr zusammen auf Weltreise geht, ist speziell, keine Frage. Chef-Weltreisender ist Vater Reto, 44. Er arbeitete bereits längere Zeit im Ausland, unter anderem für Hewlett Packard im kanadischen Edmonton, wo auch die beiden Söhne zur Welt kamen. Reto ist Ingenieur der Elektrotechnik und führt einen MBA-Titel. Zuletzt hat er als General-Manager den Marktaufbau für Pixelmetrix in Europa und Asien geleitet. Mutter Evelyne, 38, ist Künstlerin und Galeristin und kommt aus Würenlos. Sie ist ausgebildete Bildhauerin und verkuaft ihre Arbeiten über führende Galerien. Andrin feierte seinen 13. Geburtstag auf der Queen Mary 2. Er steht auf Robbie Williams, Mr. Bean und Spongebob. Roman ist mit 11 das jüngste Familienmitglied, findet den kleinen Nils toll und spielt selber gerne Fussball - oder auch mal eine Schneeballschlacht. Die Reise kann auf verschiedenen Kanälen mitverfolgt werden: auf a-z.ch schreibt Evelyne Brader exklusiv von ihrer Reise. Und auf ihrer Website publizieren die Braders viele Fotos - und je ein persönliches Tagebuch.

Die Braders Eine Familie, die ein ganzes Jahr zusammen auf Weltreise geht, ist speziell, keine Frage. Chef-Weltreisender ist Vater Reto, 44. Er arbeitete bereits längere Zeit im Ausland, unter anderem für Hewlett Packard im kanadischen Edmonton, wo auch die beiden Söhne zur Welt kamen. Reto ist Ingenieur der Elektrotechnik und führt einen MBA-Titel. Zuletzt hat er als General-Manager den Marktaufbau für Pixelmetrix in Europa und Asien geleitet. Mutter Evelyne, 38, ist Künstlerin und Galeristin und kommt aus Würenlos. Sie ist ausgebildete Bildhauerin und verkuaft ihre Arbeiten über führende Galerien. Andrin feierte seinen 13. Geburtstag auf der Queen Mary 2. Er steht auf Robbie Williams, Mr. Bean und Spongebob. Roman ist mit 11 das jüngste Familienmitglied, findet den kleinen Nils toll und spielt selber gerne Fussball - oder auch mal eine Schneeballschlacht. Die Reise kann auf verschiedenen Kanälen mitverfolgt werden: auf a-z.ch schreibt Evelyne Brader exklusiv von ihrer Reise. Und auf ihrer Website publizieren die Braders viele Fotos - und je ein persönliches Tagebuch.

Das Klima ist momentan absolut perfekt, die Temperaturen liegen zwischen 23° und 28°C und in der Nacht bringt ein frischer Meereswind die gewünschte Abkühlung. Das Wasser hat Badewannentemperatur, ist kristallklar und fischreich. Die Strände sind menschenleer und sehr sauber, wie man sich das Südseeparadies vorstellt!

Uhr? Nein, danke!

Die Leute sprechen alle Maori sowie Englisch und es ist eben dieser Kulturmix, der die Insel den zusätzlichen Charme verleiht. Nach einer Woche, so glaube ich jedenfalls, beginnt selbst mein Puls etwas langsamer zu schlagen. Die Uhr habe ich schon lange nicht mehr getragen und es gibt keine Eile. Welch ein wunderbares Gefühl. Ich frage mich oftmals, ob ich je wieder in das hektische Leben in der Schweiz zurück finden werde.

Ich bin nicht wirklich die Person, die stundenlang auf einem Stuhl sitzen und nichts tun kann. Hier aber macht mir dies überhaupt keine Schwierigkeit! Ich sitze auf unserem Klappstuhl am Strand, das mitgebrachte Buch habe ich nicht mal aus dem Rucksack genommen und betrachte das satte Grün der Berge, die hinter mir liegen, geniesse das türkisfarbene Blau, das vor mir liegt und grabe genüsslich meine Zehen in den weissen Sand. Ich kann mich an diesem Bild nicht satt sehen, so schön ist es!

Alles voll farbiger Fische

Heute wollen wir einen Spaziergang unternehmen zum Hotelkomplex, welcher 15 Minuten zu Fuss entfernt von uns liegt. Wir packen unsere Rucksäcke mit den Schnorchelsachen und nehmen die schattige Strasse in Angriff. Der Weg ist so schön, dass wir alle paar Meter stehen bleiben und die Blumen am Strassenrand genauer betrachten müssen. Die Pflanzen kennen wir alle, aber nur aus dem Blumengeschäft in der Schweiz. Hier wuchern die Blumen, welche wir für Unsummen in exklusive Gestecke flechten lassen.

Wie wir den Strand des Resorts erreichen, erblicken wir auch schon einen Schwarm mit an die Hundert Fischen. Sie sind zirka 30 cm gross, silberfarbig mit hellblauen Streifen. Ich habe etwas Toastbrot mitgebracht und gebe dieses den Buben mit der Aufforderung, sie sollen dieses in kleinen Stücken in der Hand ins Wasser halten. Die grossen Fische von vorhin getrauen sich aber nicht an den Leckerbissen, dafür tauchen, wie aus dem Nichts, wundervolle gelb gestreifte Fische mit einem Rüssel auf. Diese picken das Brot und die Buben sind in einer anderen Welt. Schnell muss nun das Schnorchelzeugs her, damit sie in der Bucht ihre Runden drehen können.

Vier Stunden und viel Sonnencreme später, kommen wir aufgeweicht aus dem kristallklaren Wasser heraus. Fische in allen Grössen und Farben haben wir zwischen den Korallen entdeckt. Manche waren sehr scheu und man musste sich in Geduld üben, um diese zu sehen, anderen schien unsere Anwesenheit überhaupt nichts auszumachen und sie schwammen um uns herum, dass man sich nicht mehr ganz klar war, wer nun wen betrachtet. Die Welt, die wir heute antreffen durften, war so zauberhaft und einmalig, dass wir denken, dass dies dem Paradies sehr nahe kommt... und das Schönste daran ist, dass wir nochmals zwei Wochen hier bleiben werden!

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