Was kostet mein Billett ab Sonntag?
Fahrplanwechsel am Sonntag: Was Sie beachten müssen

Ab kommendem Sonntag gilt für Busse und Bahnen ein neues Tarifsystem. Gelöst wird im Aargau neu ein Billett, das in den benützten Zonen für alle Verkehrsmittel gilt. Folge: Die Preise werden teils teurer, teils auch billiger.

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Aargauer Zeitung

Hans Lüthi

Preiswechsel

Der Preisvergleich kann im Extremfall zu Aufschlägen bis 75 Prozent und zu Abschlägen bis 67 Prozent führen. Doch das sind Ausnahmen, bei starker Verteuerung wurden die Zonen vergrössert. Zur A-Welle gehört der Aargau und ein Teil von Solothurn. Das Fricktal ist seit 20 Jahren im Tarifverbund Nordwestschweiz. Wer vom Aufschlag betroffen ist, kann sich diese Woche noch mit günstigeren Fahrkarten eindecken. Weitere Informationen via Internet: www.a-welle.ch

Wie löse ich ein Retourbillett? Neu ersetzt die Tageskarte das Retourbillett, die ab zwei Zonen gleich viel kostet, wie zwei Einzelbillette. Ab Entwertung gilt sie bis fünf Uhr morgens am Folgetag. Für Kurzstrecken oder innerhalb einer Zone sind zwei Einzelbillette günstiger.

Für welchen Zeitraum gelten die neuen Fahrausweise? Je kürzer die Strecke, desto kürzer die Gültigkeit. Konkret: Einzelbillette sind für Kurzstrecken oder innerhalb einer Zone eine halbe Stunde gültig, bei 2 bis 3 Zonen eine Stunde, 4 bis 7 Zonen zwei Stunden, ab 8 Zonen drei Stunden.

Warum wird die 9-Uhr-Tageskarte als Schnäppchen angepriesen? Sie kostet mit Halbtaxabo nur 11 Franken und ist damit gleich teuer wie die Tageskarte für

Fahrplanwechsel

Nicht alle profitieren vom Fahrplanwechsel.

Lesen Sie mehr im folgende Artikel.

Was muss man tun, wenn man mit einer A-Welle-Tageskarte weiter nach Zürich, Bern oder Luzern reisen will? Die Billette der A-Welle sind nur bis zum letzten fahrplanmässigen Halt ab der Zonengrenze gültig. Darüber hinaus braucht es ein weiteres Billett, das aber für jeden Ort in der Schweiz direkt gelöst werden kann. Ein Beispiel: Mit dem Direktzug Aarau-Zürich ist ein normales SBB-Billett nötig, mit dem Regio-Express genügt ein Billett ab Lenzburg, mit der S-3 ab Killwangen-Spreitenbach.

Warum ändern sich die Preise derart stark? Insgesamt sind sie auf dem bisherigen Niveau, aber die Berechnung durch den Zonentarif ändert sich. Das kann im Einzelfall massiv günstiger, aber auch markant teurer werden.

Warum müssen die Aargauer zweimal den Nachtzuschlag zahlen, wenn sie mit Bahn und Bus nach Mitternacht heimfahren? Gegenüber heute ändert sich wenig, ein direkter Nachtbus oder Zug kostet nur einmal 5 Franken. Wer aber in Aarau, Lenzburg oder anderswo noch den Bus benötigt, zahlt nochmals 5 Franken, bei einer Zone ebenso wie bei der Fahrt im ganzen Tarifgebiet.

Was ändert sich für die Abonnements-Besitzer? Bei den Abonnements gibt es keine nennenswerten Änderungen, sie bleiben bis zum Ablauf gültig. In den Soloturner Zonen verschwindet das Abo für Senioren, sie können aber zur günstigen 9-Uhr-Tageskarte wechseln und haben damit eine Alternative.

Sind alle alten Fahrausweise ohne Aufpreis gültig? Ja, Billette, Mehrfahrten- und Tageskarten gelten bis zum Verfalldatum, allerdings beschränkt auf Linie oder Transportunternehmen. Wer will, kann die alten Billette gegen die neuen der A-Welle tauschen.

Kann ich Hamsterkäufe machen, wenn die Fahrstrecke teurer wird? Das ist erlaubt, aber die Mehrfartenkarten oder Abos gelten dann nur für die Linien und nicht für die Fläche der Zonen.

Wo können die Fahrgäste ihre Billette lösen? Alle Arten an den Verkaufsstellen und Automaten der SBB oder den Haltestellen. Mit Ausnahme von Monats- und Jahres-Abo ist das auch bei den Automaten im Bus oder den Chauffeuren im Postauto möglich.

Können auch ältere Menschen die neuen Automaten bedienen? Die Geräte verfügen über einen Touchscreen-Bildschirm, der auf Fingerdruck reagiert. Sie wurden auf Herz und Nieren geprüft, im Raum Aarau ist der Einbau in die Busse teils noch im Rückstand.

Was geschieht mit Fahrgästen, die wegen des Wechsels kein gültiges Billett haben? Die Schwarzfahrer müssen bei einer Kontrolle mit einer Gebühr rechnen. Wer der Ansicht ist, diese werde zu Unrecht verlangt, muss beim Transportunternehmen reklamieren.