Hellikon
Experte: «Hellikon ist nicht gefährdet»

Ob es sich bei den Löchern von Hellikon um einen Hangrutsch oder Dolinen handelt, ist weiter offen. Klar ist: Das Dorf selbst ist nicht gefährdet. Hellikon möchte, dass der Kanton für die Kosten aufkommt.

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Hellikon ist nicht gefährdet

Hellikon ist nicht gefährdet

a-z.ch News

Ob es sich bei den Löchern von Hellikon um einen Hangrutsch oder Dolinen handelt, ist weiter offen. Klar ist: Das Dorf selbst ist nicht gefährdet. Hellikon möchte, dass der Kanton für die Kosten aufkommt.

Was die Ursache der Erdlöcher in Hellikon ist, bleibt weiter offen. Die Experten, die das Terrain in der letzten Woche untersucht haben, kommen zu keinem eindeutigen Schluss. Der Geologe Jürg Stäuble erklärte heute an einer Medienkonferenz, dass er die Möglichkeit, dass es sich um Dolinen handle, nicht ausschliessen könne. Zuvor hatten Experten vermutet, dass die Erdlöcher die Folge eines Hangrutsches seien.

Klar ist für den Experten Stäuble: «Das Dorf ist nicht gefährdet». Denn sollte es sich um einen Hangrutsch handeln und der Hang weiter rutschen, würde er am Dorf vorbeirutschen, so Stäuble. Bei einem Hangrutsch wäre es nicht möglich, das Gelände zu stabilisieren.
Für die Gemeinde einfacher zu handhaben wären Dolinen. Die könnte man auffüllen und der Spuck wäre vorbei. Genau das haben verschiedene Bauern in der Vergangenheit gemacht. So auch bei einem älteren Loch auf der anderen Seite der Strasse. Bekannt geworden ist dies aber erst jetzt. Auch ein Riss auf einem Nachbargrundstück wurde vor einigen Jahren mit Platten zugedeckt und mit Humus aufgefüllt.
Die Erdlöcher reissen auch ein Loch in die Gemeindekasse. Die bisherigen Untersuchen werden zwischen 50000 und 100000 Franken kosten. Hellikon hat ursprünglich mit 6000 Franken gerechnet. Deshalb will die Gemeinde beim Kanton nun einen Antrag zu Kostenübernahme einreichen, wie Gemeindeammann Kathrin Hasler sagte. Sie wäre schon glücklich, wenn der Kanton zumindest einen Teil der Kosten übernehmen würde.

Um die Kosten künftig tief zu halten, wird der Gemeinderat morgen einige Veränderungen im Gelände, beispielsweise Risse in der Strasse, selber protokollieren und in den nächsten Tagen überwachen. «Unsere Arbeit kostet nicht ganz so viel wie die der Experten», sagte Hasler. Die Geologen werden in den nächsten Tagen aber noch damit beschäftigt sein, den Hang genauer Auszumessen um eventuelle Rutschungen im Zentimeterbereich zu erkennen.

Wie es mit den Helliker Erdlöchern weitergeht, bleibt vorläufig also offen. Klar ist einzig: Die Strasse durchs Lochgebiet bleibt weiterhin gesperrt. (rsn)