Sie soll über fünf Jahre mindestens 165 Schmuckstücke unterschlagen und weiterverkauft haben. Der Gesamtwert beläuft sich auf 1,5 Millionen Euro.

Die Frau war Abteilungsleiterin für Produktentwicklung und durfte deshalb Schmuck für Treffen mit Herstellern ausleihen. Sie gab viele Diamantringe, Goldarmbänder, Platinketten und Ohrringe danach aber nicht wieder zurück, sondern verkaufte sie weiter.

Erst bei einer Inventur im Februar fiel der Schwund auf. Da war die Frau gerade entlassen worden - allerdings wegen allgemeinen Personalabbaus.

Langeweile in Arbeit und Ehe

Die Beschuldigte sagte zunächst, der Schmuck sei verloren oder kaputt gegangen. Die Anklage warf ihr vor, "von der Abteilungsleiterin eines Luxusjuweliers zur Schmuckdiebin geworden" zu sein. Drei Wochen nach ihrer Festnahme im Juli bekannte sich die Frau schuldig. Als Motiv gab sie an, sie sei von ihrer Arbeit und ihrer Ehe gelangweilt gewesen.

"Um es klar zu sagen: Sie hat das Geld nicht gebraucht", sagte ihre Anwältin den "New York Daily News". "Sie hat mehr Geld für andere als für sich selbst ausgegeben. Der Familie ging es gut, sie hätte sich den selben Lebensstandard auch ohne die Diebstähle leisten können."

Das Motiv sei deshalb nicht krimineller Natur, sagte die Verteidigerin: "Aus Gründen, die nur mit einer psychiatrischen Erkrankung erklärt werden können, ist sie ein hohes Risiko für ihr Leben und ihre Freiheit eingegangen. Es hat sich nicht ausgezahlt."

Der vor 176 Jahren gegründete Juwelier "Tiffany & Co.", dessen Zentrale an der New Yorker Fifth Avenue liegt, ist vor allem durch den Hollywood-Klassiker "Frühstück bei Tiffany" mit Audrey Hepburn nach Truman Capote weltberühmt geworden.